Alphabet sichert sich Energie für seinen wachsenden KI-Bedarf. Der Versorger American Electric Power investiert rund vier Milliarden Dollar in eine Brennstoffzellenanlage nahe Cheyenne im US-Bundesstaat Wyoming, die Google über einen 20-jährigen Abnahmevertrag beliefern soll.
Brennstoffzellen für Rechenzentren
Die Anlage soll 702 Megawatt leisten und auf Technologie von Bloom Energy setzen. Sie erzeugt Strom ohne Verbrennung von Erdgas und soll mit Kohlenstoffabscheidung nahezu emissionsfrei arbeiten. Die Projektgesellschaft gehört zu 92 Prozent AEP, knapp acht Prozent halten von Basalt Infrastructure Partners beratene Fonds.
Der Baubeginn ist laut Ankündigung für 2026 vorgesehen, der Betrieb soll bis Ende 2028 starten. Das Vorhaben knüpft an Vereinbarungen zwischen Google und Black Hills an, die seit dem 30. September gelten. Wie stark der Energiehunger der KI-Infrastruktur wächst, zeigt sich an solchen Verträgen besonders deutlich.
Analysten sehen Luft nach oben
Citizens bestätigt das Votum „Market Outperform“ und das Kursziel von 515 Dollar. Aktuell notiert die Aktie bei knapp 354 Dollar. Die Analysten verweisen auf Daten zu YouTube, die ein gemischtes Bild zeichnen: Die weltweite Nutzungszeit sank im Jahresvergleich um 1,4 Prozent, der zweite rückläufige Monat in Folge. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer wuchs dagegen um 2,4 Prozent.
In den USA legte die Nutzungszeit um 4,2 Prozent zu, das Tempo ließ gegenüber dem Vormonat jedoch nach. Citizens betont, dass mehr als die Hälfte des US-Konsums auf Fernsehgeräten stattfindet und in den Daten fehlt. Weltweit verlor YouTube Anteile an Instagram und TikTok.
Rückenwind aus der KI-Debatte
Berkshire Hathaway hat Alphabet unter Greg Abel offenbar kräftig aufgestockt, die Aktie zählt dort inzwischen zu den drei größten Positionen. Eine Nutzererhebung stützt die Zuversicht: Rund 78 Prozent nennen Google als primäre Suchmaschine, etwa 60 Prozent stellen mit generativer KI sogar mehr Suchanfragen.
DeepMind-Mitgründer Demis Hassabis warnte unterdessen vor Risiken. Jüngste Hackerangriffe durch KI-Agenten nannte er „early warning shots“. Ohne mehr Sicherheitsarbeit könnten in den kommenden Jahren größere Vorfälle drohen. Er hält langfristig eine internationale Standardisierungsstelle für nötig, die flexibel genug bleiben müsse, um Innovation nicht auszubremsen.
Konkret bleibt vorerst der Zeitplan in Wyoming: Baustart 2026, Netzanschluss bis Ende 2028.
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