Die Expansionspläne von Waymo in New York haben einen herben Dämpfer erhalten. Gouverneurin Kathy Hochul zog am Donnerstag ihren Vorstoß zurück, kommerzielle Robotaxi-Dienste in kleineren Städten außerhalb New Yorks zu erlauben. Nach Gesprächen mit Interessengruppen und dem Parlament sei klar geworden, dass die nötige Unterstützung fehle, teilte eine Sprecherin mit.
Für die Alphabet-Tochter kommt das zur Unzeit. Waymo bietet bereits rund 400.000 fahrerlose Fahrten pro Woche in San Francisco, Los Angeles, Phoenix, Austin und Atlanta an – und wollte den New Yorker Markt mit seinem enormen Nutzerpotenzial erschließen. Die erste Testgenehmigung für New York City hatte das Unternehmen im August erhalten, allerdings nur mit Sicherheitsfahrer am Steuer. Diese Erlaubnis läuft am 31. März aus, falls sie nicht verlängert wird. Bezahlte fahrerlose Fahrten sind in New York weiterhin nicht gestattet.
Widerstand von Taxi-Gewerkschaft
Hinter dem Rückzieher steckt massiver politischer Gegenwind. Die New York Taxi Workers Alliance, die 28.000 Fahrer vertritt, begrüßte Hochuls Entscheidung ausdrücklich. Die Gewerkschaft verwies auf ihre Erfolge gegen Uber und Lyft – erkämpfte Mindestlöhne, Fahrzeugobergrenzen und zuletzt Kündigungsschutz – und kündigte ähnlichen Widerstand gegen Waymo an.
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Waymo zeigte sich enttäuscht, betonte aber die Entschlossenheit, den Dienst nach New York zu bringen. „Wir hören von Tausenden New Yorkern, die Waymo in anderen Städten erlebt haben und Zugang zu Hause wollen“, erklärte ein Sprecher. Man werde mit dem Parlament zusammenarbeiten, um das Thema voranzubringen.
Sicherheitsbedenken bleiben
Die Branche kämpft generell mit Akzeptanzproblemen. Erst im Januar hatte ein Waymo-Fahrzeug in Santa Monica ein Mädchen angefahren, das hinter einem geparkten SUV auf die Straße gelaufen war. Das Kind erlitt leichte Verletzungen, US-Behörden leiteten Ermittlungen ein. Solche Vorfälle befeuern die Debatte über die Sicherheit autonomer Fahrzeuge.
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Befürworter halten dagegen: „Autonome Fahrzeuge senken bereits die Unfallraten und verbessern die Fußgängersicherheit in Arizona, Kalifornien und Texas“, sagte Adam Kovacevich, Chef der Lobbyorganisation Chamber of Progress. New Yorker verdienten denselben bewährten Schutz.
Für Alphabet bedeutet der Rückschlag eine verzögerte Amortisierung der Milliarden-Investitionen in Waymo. Der Weg zur flächendeckenden Kommerzialisierung wird steiniger als erhofft – gerade in politisch sensiblen Märkten wie New York.
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