Alphabet Aktie: Zähe Verhandlungen!

Google expandiert sein Cloud-Geschäft und investiert massiv in KI-Infrastruktur, während gleichzeitig ein Milliarden-Kartellverfahren und ein Konflikt um die KI-Tochter Anthropic mit dem US-Verteidigungsministerium eskalieren.

Alphabet Aktie
Kurz & knapp:
  • Google startet globale Cloud-Partnerschaft mit SoftwareOne
  • Pentagon stellt KI-Tochter Anthropic ein drastisches Ultimatum
  • Milliardenschweres Kartellverfahren in Schweden steht bevor
  • Massive Investitionen in Energie für KI-Rechenzentren

Google steht gleich an mehreren Fronten unter Druck. Während das Unternehmen seine Cloud-Geschäfte massiv ausbaut und ein 8,3 Milliarden Dollar schweres Kartellverfahren auf seinen Ausgang wartet, liefert sich die AI-Tochter Anthropic einen heftigen Streit mit dem Pentagon.

Cloud-Offensive nimmt Fahrt auf

Google baut seine Position im Cloud-Geschäft systematisch aus. Der Softwareanbieter SoftwareOne kündigte am 25. Februar an, als einer der ersten globalen autorisierten Google Cloud Distributoren zu starten. Der Rollout beginnt in zehn Märkten, darunter Deutschland, die USA und Indien. Partner erhalten Zugang zu Google Cloud, Google Workspace und Gemini Enterprise über eine einheitliche Plattform.

Parallel dazu sichert sich Google massiv Energie für seine KI-Infrastruktur. Mit dem US-Versorger AES schloss der Konzern einen 20-Jahres-Vertrag zur Stromversorgung eines neuen Rechenzentrums in Texas. Die Co-Location-Struktur ermöglicht Energieerzeugung direkt am Standort. Zusätzlich plant Google den Einsatz eines 300 Megawatt starken Eisenluft-Batteriesystems in Minnesota – das weltweit größte System dieser Art mit einer Kapazität von 30 Gigawattstunden.

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Pentagon fordert Anthropic ultimativ

Die Lage bei Googles AI-Investition Anthropic spitzt sich dramatisch zu. Verteidigungsminister Pete Hegseth stellte CEO Dario Amodei am 24. Februar ein Ultimatum: Entweder das Unternehmen entfernt seine Nutzungsbeschränkungen für militärische Zwecke oder die Regierung greift zu drastischen Maßnahmen.

Das Pentagon droht konkret damit, Anthropic als Versorgungsrisiko einzustufen oder den Defense Production Act anzuwenden. Anthropic weigert sich beharrlich, Schutzmechanismen zu entfernen, die verhindern sollen, dass die Technologie für autonome Waffensysteme oder US-Inlandsüberwachung eingesetzt wird. Die Regierung forderte bis Freitag, 27. Februar, 17 Uhr eine Antwort.

Hintergrund der Eskalation: Das Pentagon hatte sich Sorgen gemacht, nachdem Anthropic Fragen zur Nutzung seiner AI-Produkte beim Venezuela-Militäreinsatz zur Festnahme von Präsident Nicolas Maduro gestellt hatte. Amodei bestritt allerdings im Treffen, dass man deshalb Bedenken an Palantir oder das Pentagon herangetragen habe.

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Kartell-Urteil steht bevor

Derweil rückt ein weiterer Belastungsfaktor näher. Das schwedische Patent- und Markengericht wird voraussichtlich am 15. April im Kartellverfahren zwischen der Klarna-Tochter PriceRunner und Google urteilen. PriceRunner fordert rund 8,3 Milliarden Dollar Schadenersatz – die höchste zivilrechtliche Klage in der Geschichte schwedischer Gerichte.

Die Klage basiert auf einem Missbrauch der Marktmacht durch Google im Bereich Online-Preisvergleiche. Die Europäische Kommission hatte dies 2017 in einer verbindlichen Entscheidung festgestellt, der Europäische Gerichtshof bestätigte dies im September 2024. PriceRunner wirft Google vor, konkurrierende Dienste systematisch herabgestuft und das eigene Produkt Google Shopping bevorzugt zu haben – über mehr als ein Jahrzehnt hinweg.

Der Ausgang bleibt ungewiss. Selbst bei einem Urteil zugunsten von PriceRunner würde Google in Berufung gehen. Zudem müsste jede Zahlung mit ehemaligen PriceRunner-Aktionären und dem Prozessfinanzierer geteilt werden.

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