Was mit Servern funktionierte, soll nun Pakete transportieren. Amazon macht seine interne Infrastruktur für externe Händler zugänglich. Der neue Dienst „Amazon Supply Chain Services“ bündelt die gesamte Logistikmacht des Konzerns. Das greift etablierte Logistiker direkt an.
Das AWS-Modell für die Straße
Der Konzern fasst bestehende Programme zu einer zentralen Plattform zusammen. Firmen können ab sofort ihre komplette Lieferkette über Amazon abwickeln. Das Angebot reicht vom Frachttransport über die Lagerung bis zur Paketzustellung an die Haustür. Amazon übernimmt dabei auch die Zollabwicklung.
Die Dimensionen des Netzwerks sind gewaltig. Kunden greifen auf eine Flotte von über 80.000 Anhängern zu. Hinzu kommen 100 Frachtflugzeuge. Große Marken wie Procter & Gamble oder American Eagle nutzen Teile dieser Infrastruktur bereits. Sie transportieren damit Rohstoffe oder liefern Online-Bestellungen aus.
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Konkurrenz unter Druck
An der Börse hinterlässt der Vorstoß deutliche Spuren. Die Aktien von FedEx fielen am Tag der Ankündigung um bis zu 7,4 Prozent. Papiere von UPS gaben sogar 8,9 Prozent nach. Investoren fürchten den neuen Preisdruck im Sektor.
Die Folge: Amazon-Aktionäre feierten. Der Kurs erreichte am Mittwoch ein neues Zwischenhoch bei 278,56 US-Dollar. Analysten sehen einen klaren Strukturvorteil für den Tech-Riesen. Amazon lastet bestehende Kapazitäten besser aus und bietet den Service zu Grenzkosten an. Klassische Logistiker müssen dagegen ihre gesamten Fixkosten decken.
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Hohe Investitionen belasten Cashflow
Parallel dazu wächst das Kerngeschäft rasant weiter. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 17 Prozent auf 181,5 Milliarden US-Dollar. Die Cloud-Sparte AWS verzeichnete ein Plus von 28 Prozent. Das markiert das stärkste Wachstum seit fast vier Jahren.
Trotz des starken operativen Geschäfts sank der freie Cashflow. Das Management investiert massiv in neue KI-Infrastruktur. Die Ausgaben für Sachanlagen kletterten im Jahresvergleich um fast 60 Milliarden US-Dollar. Amazon rüstet seine Rechenzentren für die steigende Nachfrage auf.
Auch in Europa nimmt das Unternehmen viel Geld in die Hand. In Frankreich plant Amazon in den nächsten drei Jahren Investitionen von 15 Milliarden Euro. Das Geld fließt in neue Logistikstandorte und KI-Kapazitäten. Damit sichert der Konzern die physische und digitale Basis für sein neues Logistik-Angebot.
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