Amazon Aktie: 225 Milliarden Dollar für Trainium-Chips

Amazon integriert Anthropics Claude nativ in AWS und vermeldet Milliarden-Nachfrage nach eigenen KI-Chips. Die Aktie profitiert.

Amazon Aktie
Kurz & knapp:
  • AWS bietet Claude direkt an
  • KI-Chip-Umsatz über 225 Milliarden
  • Cloud-Sparte wächst stark
  • Aktie legt seit Jahresbeginn zu

Bei Amazon prallen derzeit zwei Extreme aufeinander: Ein beispielloser Boom im Cloud-Geschäft trifft auf historische Investitionssummen. Mit der direkten Integration der KI-Plattform Claude baut die Tochtergesellschaft AWS ihre Vormachtstellung nun weiter aus. Der Schritt zielt direkt auf Großkunden ab, die nach reibungslosen KI-Lösungen suchen.

Direkter Zugang zu Anthropic

Als erster Cloud-Anbieter ermöglicht AWS ab sofort den nativen Zugriff auf die Claude-Plattform von Anthropic. Unternehmen können die KI-Modelle direkt über ihr bestehendes AWS-Konto nutzen. Separate Verträge oder Abrechnungen entfallen. Die Authentifizierung läuft über die gewohnten Amazon-Sicherheitssysteme, während die Kosten auf einer einzigen Rechnung gebündelt werden.

Entwickler erhalten damit sofortigen Zugriff auf die neuesten Modellgenerationen wie Claude Opus und Sonnet. Neue Beta-Funktionen der Anthropic-API gehen zeitgleich auf AWS live. Für Kunden mit extrem strengen Datenschutzvorgaben bleibt parallel der Weg über Amazon Bedrock bestehen.

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Milliarden-Nachfrage nach eigenen Chips

Die Software-Offensive wird durch eine massive Hardware-Nachfrage flankiert. Laut CEO Andy Jassy verzeichnet Amazon für seine hauseigenen Trainium-Chips mittlerweile Umsatzangebote von über 225 Milliarden US-Dollar. Das Geschäft mit den KI-Prozessoren wuchs im ersten Quartal 2026 um knapp 40 Prozent.

Wäre die Chip-Sparte ein eigenständiges Unternehmen, läge die jährliche Umsatzrate laut Management bei rund 50 Milliarden Dollar. Die aktuelle Chip-Generation ist nahezu ausverkauft. Großkunden wie OpenAI und Meta setzen zunehmend auf die maßgeschneiderten Prozessoren, um ihre Rechenzentren effizienter zu betreiben.

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Diese Dominanz schlägt sich in den Büchern nieder. Der Auftragsbestand der Cloud-Sparte kletterte zuletzt auf 364 Milliarden Dollar. Ein kürzlich geschlossener Anthropic-Deal im Wert von über 100 Milliarden Dollar ist hierbei noch gar nicht eingerechnet. Im abgelaufenen Quartal verzeichnete AWS mit einem Umsatzsprung auf 37,6 Milliarden Dollar das stärkste Wachstum seit fast vier Jahren.

An der Börse wird die Wachstumsstory honoriert. Die Amazon-Aktie notiert aktuell bei 227,50 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn rund 18 Prozent im Plus. Der Abstand zum kürzlich erreichten 52-Wochen-Hoch bleibt gering.

Kritiker verweisen allerdings auf die enormen Kosten der KI-Expansion. Allein im ersten Quartal flossen über 43 Milliarden Dollar in Investitionsausgaben. Für das Gesamtjahr plant der Konzern Investitionen von rund 200 Milliarden Dollar. Hält dieses Ausgabentempo an, dürfte der freie Cashflow des Unternehmens bis Ende 2026 negativ bleiben.

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