Amazon Aktie: ARK kauft, AWS gewinnt

Cathie Wood stockt Amazon-Position auf, während Snowflake sechs Milliarden Dollar für AWS-Cloud zusagt. Charttechnisch zeigt die Aktie wieder Aufwärtstrend.

Amazon Aktie
Kurz & knapp:
  • ARK-Fonds kauft Amazon-Aktien im Wert von 6,4 Mio. Dollar
  • Snowflake investiert sechs Milliarden in AWS-Infrastruktur
  • AWS profitiert stark vom KI-Infrastruktur-Boom
  • Kursziel von 300 Dollar rückt in den Fokus

Cathie Woods ARK-Fonds hat gestern rund 24.200 Amazon-Aktien über den ARKK ETF erworben — ein Kauf im Wert von knapp 6,4 Millionen Dollar. Der Schritt fällt in eine Phase, in der Amazon gleich auf mehreren Ebenen von aktuellen Markttrends profitiert.

AWS als Magnet für KI-Infrastruktur

Der auffälligste externe Beleg für Amazons Cloud-Stärke kam gestern von Snowflake. Das Datenunternehmen verpflichtete sich, über die nächsten fünf Jahre insgesamt 6 Milliarden Dollar auf AWS-Infrastruktur auszugeben — inklusive Amazons Graviton-Prozessoren und KI-Grafikchips. Mit diesem Volumen wird Snowflake zu einem der bedeutendsten AWS-Kunden im CPU-Bereich. Für Amazon ist das kein Einzelfall: AWS positioniert sich zunehmend als bevorzugte Plattform für KI-Workloads, und genau diese Nachfrage treibt das Cloud-Geschäft an.

Das dürfte ARK nicht entgangen sein. Der Fonds setzt schon länger auf Unternehmen, die vom KI-Infrastruktur-Boom profitieren — und Amazon gehört mit AWS zu den unmittelbaren Nutznießern dieser Investitionswelle.

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Chartbild zeigt nach oben

Technisch hat die Aktie ihre kurze Konsolidierungsphase nach dem starken ersten Quartal 2026 offenbar beendet. Der Kurs drehte zuletzt wieder nach oben. Die Marke von 300 Dollar gilt nun als nächstes Kursziel, das Analysten und Chartbeobachter im Blick haben — ob der Ausbruch gelingt, hängt auch davon ab, wie der Markt die anstehenden US-Konjunkturdaten verarbeitet. Der PCE-Deflator, das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, könnte heute noch für Bewegung sorgen.

Geopolitische Belastungsfaktoren — neue US-Militärschläge gegen den Iran treiben den Ölpreis wieder über 96 Dollar — drücken vorerst auf die Gesamtstimmung an der Wall Street. Für Amazon selbst bleibt der operative Rückenwind durch AWS und die wachsende KI-Infrastrukturnachfrage das stärkere Argument. Der nächste fundamentale Prüfstein sind die Ergebnisse für das zweite Quartal, die voraussichtlich im Juli 2026 veröffentlicht werden.

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