Amazon greift nach den Sternen – und nach den Marktanteilen von Elon Musk. Für rund 11,57 Milliarden US-Dollar schluckt der Tech-Gigant den Satellitenbetreiber Globalstar. Der Preis von 90 US-Dollar je Aktie katapultiert Amazons hauseigenes Satelliten-Netzwerk schlagartig in eine neue Liga. An der Börse kommt der Vorstoß gut an.
Netzabdeckung direkt aufs Smartphone
Der Deal liefert Amazon sofortige Kontrolle über 24 aktive Satelliten und ein globales Netz an Bodenstationen. Besonders wertvoll sind die S-Band-Spektrumlizenzen. Sie bilden das digitale Fundament, um Daten ohne spezielle Empfangsantennen direkt auf handelsübliche Smartphones zu senden.
Parallel dazu sichert sich Amazon einen prominenten Partner. Apple hält bereits 20 Prozent an Globalstar und nutzt das Netzwerk für die SOS-Funktionen von iPhone und Apple Watch. Künftig wird Amazons LEO-Tochtergesellschaft das Rückgrat für diese Apple-Dienste bilden. Die Übernahme soll 2027 abgeschlossen sein. Da der Hauptaktionär Thermo Funding bereits zugestimmt hat, entfällt eine langwierige Aktionärsabstimmung.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Amazon?
Aufholjagd gegen SpaceX
Hinter der Milliarden-Akquisition steckt massiver Zeitdruck. Amazon hinkt seinen eigenen Ausbauplänen hinterher und bat die US-Behörde FCC im Januar um Fristverlängerung für den Start von 1.600 Satelliten. Währenddessen dominiert SpaceX mit über 10.000 Starlink-Satelliten und neun Millionen Nutzern den Markt.
Mit Globalstar kauft sich Amazon nun die Technologie für direkte Smartphone-Verbindungen ein. Bis das eigene System der nächsten Generation ab 2028 einsatzbereit ist, schließt der Zukauf eine kritische Lücke im Portfolio.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Amazon?
Rekordinvestitionen und starker Aufwärtstrend
Die Börse honoriert die aggressive Expansionsstrategie. Aktuell notiert das Papier bei 210,40 Euro und hat auf Sicht von zwölf Monaten gut 37 Prozent zugelegt. Mit nur noch 4,6 Prozent Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 220,55 Euro zeigt der Trend klar nach oben. Der Kursverlauf wird durch den massiven Ausbau der KI-Infrastruktur flankiert. Bis 2026 plant Amazon gewaltige Investitionen von 200 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren und Chips.
Diese Kapitalbindung macht Analysten nervös, auch wenn die Mehrheit mittelfristig an die Strategie glaubt. Cantor Fitzgerald hob das Kursziel kürzlich auf 260 US-Dollar an und verwies auf die wachsende kommerzielle Nutzung der hauseigenen AWS-Chips. Goldman Sachs senkte das Ziel minimal auf 275 US-Dollar, rät aber weiterhin zum Kauf.
Am 29. April legt Amazon die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Das Management peilt einen Umsatz zwischen 173,5 und 178,5 Milliarden US-Dollar an. Der Fokus der Wall Street liegt dabei exklusiv auf der Wachstumsrate der Cloud-Sparte AWS. Ein Wert von über 20 Prozent würde die hohen Investitionsausgaben rechtfertigen und die aktuelle Bewertung stützen. Fällt das Wachstum geringer aus, droht eine scharfe Neubewertung der Aktie.
Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 16. April liefert die Antwort:
Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Amazon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

