Amazon erweitert sein Geschäftsmodell derzeit in rasantem Tempo. Innerhalb weniger Tage hat der Konzern gleich zwei Robotik-Unternehmen übernommen und die Expansion seiner autonomen Fahrzeugflotte vorangetrieben. Diese strategische Neuausrichtung weit über das klassische E-Commerce-Geschäft hinaus liefert der Wall Street frische Argumente für höhere Kursziele.
Humanoide Roboter und Lieferdienste
Mit dem Kauf des Start-ups Fauna Robotics sichert sich Amazon den direkten Zugang zur Entwicklung humanoider Roboter. Das erst 2024 gegründete Unternehmen konstruiert den knapp einen Meter großen Roboter „Sprout“, der nun von rund 50 Mitarbeitern unter dem Dach von Amazon weiterentwickelt wird. Bereits in der Vorwoche schluckte der Konzern die Schweizer Firma Rivr, die sich auf automatisierte Haustürlieferungen spezialisiert hat. Marktbeobachter werten diese Zukäufe als Positionierung gegen Konkurrenten wie Tesla in einem Zukunftsmarkt, den Morgan Stanley bis 2050 auf ein Volumen von über fünf Billionen US-Dollar schätzt.
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Autonomes Fahren nimmt Fahrt auf
Parallel dazu drückt die Tochtergesellschaft Zoox aufs Tempo. Der Robotaxi-Entwickler weitet seine Testfahrten auf Austin und Miami aus und skaliert den bestehenden Service in San Francisco sowie Las Vegas. Dort sollen die Fahrzeuge ab diesem Sommer durch eine neue Partnerschaft sogar über die Uber-App buchbar sein. Aktuell wartet Zoox auf die Genehmigung der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA, um bis zu 2.500 selbstfahrende Autos kommerziell auf öffentliche Straßen zu bringen. Das Ziel ist klar definiert: Der Rückstand auf den Platzhirschen Waymo von Alphabet, der bereits 400.000 bezahlte Fahrten pro Woche abwickelt, soll zügig schrumpfen.
Wall Street hebt Kursziele an
Die aggressive Expansionsstrategie gepaart mit dem florierenden Cloud-Geschäft sorgt bei Analysten für spürbaren Optimismus. Mehrere Großbanken haben in dieser Woche ihre Prognosen nach oben geschraubt:
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- Tigress Financial Partners: Kaufempfehlung bestätigt, Kursziel auf 315 US-Dollar erhöht.
- Citi: Einstufung auf „Buy“ belassen, Kursziel von 265 auf 285 US-Dollar angehoben.
- JPMorgan: „Overweight“-Rating bestätigt, Kursziel von 265 auf 280 US-Dollar gesteigert.
Haupttreiber für diese positiven Bewertungen ist die rasant wachsende Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz in der Cloud-Sparte AWS. Analysten gehen davon aus, dass allein die jüngsten Milliarden-Partnerschaften mit OpenAI und Anthropic in den kommenden Jahren zweistellige Milliardenbeträge zum Umsatz beisteuern werden. Angesichts dieser Aussichten rückt der leichte Kursrückgang der Aktie von knapp sieben Prozent seit Jahresanfang auf zuletzt 180,24 Euro für viele Investoren in den Hintergrund.
Die finanziellen Auswirkungen dieser massiven Investitionen in Robotik und KI-Infrastruktur stehen zeitnah auf dem Prüfstand. Am 23. April 2026 präsentiert Amazon die Ergebnisse für das erste Quartal. Das Management prognostiziert für diesen Zeitraum einen Nettoumsatz zwischen 173,5 und 178,5 Milliarden US-Dollar und plant gleichzeitig gewaltige Kapitalausgaben in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar.
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