Amazon Aktie: Ernüchternde Bilanz

Amazon plant Investitionen von 12 Milliarden Dollar in neue Data-Center in Louisiana. Der Ausbau dient der Cloud- und KI-Kapazität und schafft lokale Jobs, während die hohen Ausgaben Anleger beschäftigen.

Amazon Aktie
Kurz & knapp:
  • 12 Milliarden Dollar für neue US-Rechenzentren
  • Schaffung von über 540 direkten Arbeitsplätzen
  • Investitionen in lokale Wasserinfrastruktur
  • Aktie leidet unter Skepsis zu hohen Ausgaben

Amazon setzt beim Cloud-Geschäft weiter auf Tempo – und nimmt dafür viel Geld in die Hand. Mit neuen Rechenzentrums-Campussen in Louisiana will der Konzern seine Infrastruktur ausbauen und zugleich regionale Jobs und Projekte anschieben. Doch wie passt diese nächste Milliardenrunde in die Debatte um Amazons hohe Ausgaben für KI und Rechenzentren?

12 Milliarden für neue Rechenzentren

Konkret plant Amazon Investitionen von 12 Milliarden US-Dollar in neue Data-Center-Standorte im Nordwesten des US-Bundesstaats Louisiana. Entstehen sollen die Anlagen in den Caddo und Bossier Parishes. Für Amazon ist das mehr als ein lokales Bauprojekt: Es ist ein weiterer Baustein, um die Kapazitäten von Amazon Web Services (AWS) hochzufahren – genau dort, wo die Nachfrage nach Cloud-Leistungen und KI-Anwendungen zuletzt besonders stark gewachsen ist.

Mit dem Ausbau verbindet das Unternehmen auch einen beschäftigungspolitischen Effekt. Erwartet werden 540 Vollzeitstellen in den Rechenzentren. Zusätzlich sollen laut Amazon 1.710 weitere Jobs in der lokalen Community unterstützt werden.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Amazon?

Wasser, Kühlung, Community-Fonds

Neben den Serverhallen selbst will Amazon laut Mitteilung bis zu 400 Millionen US-Dollar in lokale Wasserinfrastruktur investieren. Die Campusse seien so ausgelegt, dass sie Überschusswasser zur Kühlung nutzen können. Außerdem soll über einen großen Teil des Jahres natürliche Luft für die Kühlung eingesetzt werden.

Flankiert wird das Vorhaben durch einen Community-Fonds über 250.000 US-Dollar. Das Geld ist für lokale Initiativen gedacht, vor allem für STEM-Bildung (Naturwissenschaften, Technik, Ingenieurwesen, Mathematik), Nachhaltigkeitsprojekte und Programme im Raum Shreveport.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Amazon?

Warum das Timing wichtig ist

Die Ankündigung kommt in einem Umfeld, in dem Amazons Investitionspläne an der Börse genau beäugt werden. Nach den Q4-Zahlen 2025 hatte Amazon angekündigt, 2026 rund 200 Milliarden US-Dollar in das Geschäft investieren zu wollen – mit Schwerpunkt auf Rechenzentren und künstliche Intelligenz. Diese Größenordnung sorgte bei einigen Investoren für Skepsis, weil hohe Ausgaben kurzfristig auf die Margen drücken können und in der Vergangenheit bereits zu Kursdruck beigetragen hatten.

Der Schritt in Louisiana unterstreicht damit vor allem eines: Amazon bleibt bei seiner Linie, die eigene Data-Center-Basis deutlich auszubauen, um die erwartete Nachfrage bei Cloud und KI bedienen zu können.

Auch am Markt ist der Titel zuletzt eher von dieser Ausgaben-Diskussion geprägt: Auf Sicht von 30 Tagen liegt die Aktie 13,54% im Minus.

Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 26. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Amazon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Amazon

Amazon Jahresrendite