Amazon Aktie: Klage wegen Preisaufschläge eingereicht

Amazon sieht sich mit einer Klage wegen nicht zurückgenommener Zollaufschläge konfrontiert und setzt den Personalabbau fort. Trotz der Belastungen bleibt das Vertrauen institutioneller Anleger hoch.

Amazon Aktie
Kurz & knapp:
  • Klage wegen Preisaufschlägen
  • Weiterer Stellenabbau im Konzern
  • Institutionelle Anleger erhöhen Anteile
  • Aktie über längerfristigen Durchschnitten

Amazon startet mit zwei Baustellen in die neue Woche: juristische Angriffe auf die Preisgestaltung und weitere Umbauten im Konzern. Die Aktie hält sich trotz der Belastungen weiter deutlich über ihren längerfristigen Durchschnittslinien. Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 226,70 Euro, nur 3,16 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.

Klage trifft die Preisstrategie

Im Zentrum steht eine Klage, die Amazon vorwirft, Preisaufschläge aus der Tarifphase nicht zurückgenommen zu haben. Gemeint sind Zölle, die später für rechtswidrig erklärt wurden. Verbraucherschützer und Kläger sehen darin ein Problem für die Transparenz im Onlinehandel und für den Umgang mit Kundenpreisen.

Der Fall fällt in eine Phase, in der die USA bereits mit Rückerstattungen für Importeure begonnen haben. Für Amazon geht es damit nicht nur um einen einzelnen Rechtsstreit. Es geht auch um die Frage, wie flexibel der Konzern Preise anpasst, wenn sich handelspolitische Rahmenbedingungen ändern.

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Umbau mit Fokus auf Effizienz

Parallel dazu läuft der Personalabbau weiter. Betroffen ist diesmal unter anderem das Team Selling Partner Services, dazu kommen Kürzungen in Bereichen wie Finanzen und Personal an Standorten in Costa Rica. Schon im Januar und im Oktober hatte der Konzern spürbar Stellen gestrichen.

Das Management begründet den Kurs mit mehr Effizienz und höherer Profitabilität. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine wachsende Rolle. Beschäftigte berichten zugleich von einem strengeren Arbeitsumfeld mit klarer Rückkehr-ins-Büro-Vorgabe an fünf Tagen pro Woche.

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Institutionelle Käufer bleiben an Bord

Trotz des Gegenwinds bleibt Amazon ein Schwergewicht in vielen Portfolios. Mehrere große Vermögensverwalter haben ihre Positionen zuletzt erhöht, darunter Concurrent Investment Advisors und Kercheville Advisors. Das spricht für anhaltendes Vertrauen in das Geschäftsmodell, auch wenn die operative Phase unruhig bleibt.

Auch die Bewertung am Markt ist nicht schwach. Analysten liegen im Schnitt bei einem moderaten Kaufvotum und einem Kursziel von 312,52 Dollar. Dazu kamen im ersten Quartal ein Gewinn je Aktie von 2,78 Dollar und ein Umsatz von 181,52 Milliarden Dollar, beides über den Erwartungen.

Technisch bleibt das Bild ordentlich. Die Aktie notiert 12,10 Prozent über der 50-Tage-Linie und 15,23 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Der RSI von 65,5 zeigt allerdings bereits einen recht warm gelaufenen Titel. In den kommenden Handelstagen dürfte vor allem zählen, wie stark die Klage und die laufenden Sparmaßnahmen das Sentiment belasten.

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