Während Amazon Web Services spektakuläre Rohstoffverträge abschließt, droht dem Konzern durch das Saks-Debakel ein Totalverlust von 475 Millionen Dollar. Die Aktie reagierte am Donnerstag kaum und notierte nachbörslich bei 237,89 US-Dollar (-0,12 Prozent).
Kupfer-Coup sichert KI-Infrastruktur
Amazon hat sich für zwei Jahre die gesamte Produktion der ersten neuen US-Kupfermine seit über zehn Jahren gesichert. Das Nuton-Projekt von Rio Tinto in Arizona liefert ab sofort das dringend benötigte Industriemetall für die Rechenzentren von AWS. Der Deal zeigt eindrucksvoll, wie verzweifelt Tech-Konzerne nach kritischen Rohstoffen für ihre KI-Expansion suchen.
Rio Tinto nutzt dabei ein revolutionäres Verfahren: Bakterien und Säure gewinnen Kupfer aus minderwertigem Erz, dessen Abbau bisher als unwirtschaftlich galt. Im Gegenzug stellt Amazon Cloud-Computing und Datenanalysen bereit, um die Gewinnungsraten zu optimieren.
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Doch die Dimensionen relativieren den Erfolg. Die größten Rechenzentren verschlingen jeweils zehntausende Tonnen Kupfer für Kabel, Transformatoren und Leiterplatten. Die 14.000 Tonnen Kupferkathoden, die Rio Tinto über vier Jahre aus Arizona erwartet, würden nicht einmal für eine einzige dieser Anlagen ausreichen.
Saks-Investition wird zum Fiasko
Deutlich brisanter ist Amazons Kampfansage gegen Saks Global vor dem Insolvenzgericht. Der Konzern wirft der Luxuskaufhaus-Kette vor, binnen eines Jahres hunderte Millionen Dollar verbrannt und alle Zusagen gebrochen zu haben. Die 475-Millionen-Dollar-Investition in die Neiman-Marcus-Übernahme von Ende 2024 sei faktisch wertlos.
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Richterin Alfredo Perez in Houston erlaubte Saks dennoch, 1,75 Milliarden Dollar Notfinanzierung aufzunehmen – andernfalls drohte die sofortige Liquidation. Amazon warnt, der Finanzierungsplan würde Unternehmensteile mit neuen Schulden belasten und den Konzern in der Gläubigerhierarchie weiter nach unten drücken. Die Chancen auf eine Rückzahlung sinken damit gegen null.
Der Deal sollte eigentlich Amazons Luxussegment stärken: Mit „Saks at Amazon“ entstand eine dedizierte Plattform für Luxusmode und Beauty-Produkte. Saks verpflichtete sich, über acht Jahre mindestens 900 Millionen Dollar an Vermittlungsgebühren zu zahlen. Amazons Anwältin Caroline Reckler formulierte vor Gericht unmissverständlich: Sie habe „wenig bis kein Vertrauen“, dass Saks die Insolvenz erfolgreich überstehen werde.
Whole Foods investiert 900.000 Dollar in Communities
Abseits der Großdeals verteilt die Whole-Foods-Stiftung 938.877 Dollar an 94 gemeinnützige Organisationen in den USA und Kanada. Die Gelder fließen in Community-Gärten, mobile Märkte und Kochkurse. Seit Programmstart vor acht Jahren investierte die Stiftung über 4,3 Millionen Dollar in 316 Organisationen.
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