Amazon hat am Freitag eine besicherte Lieferantenfinanzierung von bis zu rund 80,0 Milliarden $ für den Kauf von Technologieinfrastruktur offengelegt. Die Angaben stehen im Quartalsbericht, den das Unternehmen bei der US-Börsenaufsicht SEC einreichte. Die Aktie stieg am Freitag um 5,5 %.

Mittel für Technologieinfrastruktur

Die Finanzierung steht nach Unternehmensangaben vom ersten Quartal 2027 bis zum dritten Quartal 2028 zur Verfügung. Sie ist für Käufe von Technologieinfrastruktur vorgesehen; Amazon nennt damit einen konkreten Verwendungszweck für die umfangreiche Fazilität.

Im Zusammenhang mit den am Donnerstag veröffentlichten Ergebnissen erklärte Amazon, für 2026 weiterhin zahlungswirksame Investitionsausgaben von ungefähr 220 Milliarden $ zu erwarten. Das Unternehmen setzte seine hohen Investitionen in künstliche Intelligenz fort.

Über die zurückliegenden zwölf Monate verzeichnete Amazon einen negativen freien Cashflow von 42,4 Milliarden $. AP berichtete am Freitag, Amazons jüngster Gewinnbericht habe die Sorgen über die Ausgaben für künstliche Intelligenz verstärkt. Zugleich beschrieb die Nachrichtenagentur einen breiten Ausverkauf bei Technologieaktien angesichts hoher Bewertungen und der Investitionsausgaben.

Finanzierung beschäftigt auch Analysten

Medienberichten zufolge senkte StoneX-Analyst Daniel Kurnos am Freitag sein Amazon-Kursziel von 400 $ auf 380 $. Seine Kaufempfehlung bestätigte er. Kurnos bezeichnete das Quartal als ausgezeichnet, verwies aber auf die Frage der Cashflow-Finanzierung.

Operativ meldete Amazon für das dritte Quartal 2026 einen Umsatzanstieg von 12 %. Bei AWS wuchsen die Erlöse um mehr als 39 %. Der operative Gewinn des Konzerns erreichte 28,1 Milliarden $.

Daneben berichtete Reuters am Mittwoch über den Abbau von rund 250 Stellen in Amazons Bereich Devices and Services. Betroffen waren dem Bericht zufolge vor allem Arbeitsplätze in der Softwareentwicklung.