Amazon Aktie: Milliarden-Übernahme fix!

Amazon zahlt 11,57 Milliarden US-Dollar für den Satellitenbetreiber Globalstar, um wertvolle Frequenzen für Smartphone-Verbindungen zu sichern und gegen SpaceX zu konkurrieren.

Amazon Aktie
Kurz & knapp:
  • Massive Prämie von 117 Prozent auf den Aktienkurs
  • Sichert wertvolles S-Band-Spektrum für Direktverbindungen
  • Betreibt künftig Infrastruktur für Apples Notrufdienste
  • Aktie verbucht starkes Plus von 15 Prozent im Monat

Für 11,57 Milliarden US-Dollar kauft sich Amazon den direkten Zugang zum Smartphone-Markt aus dem All. Mit der Übernahme des Satellitenbetreibers Globalstar sichert sich der Tech-Gigant wertvolle Frequenzen und übernimmt obendrein die Infrastruktur für Apples Notruf-Dienste. Der Deal markiert einen aggressiven Vorstoß im Wettlauf gegen SpaceX.

Hoher Aufschlag für wertvolle Lizenzen

Amazon zahlt eine massive Prämie. Das Angebot liegt 117 Prozent über dem Globalstar-Kurs von Ende Oktober 2025. Aktionäre können für jedes Papier zwischen 90 Dollar in bar oder 0,3210 Amazon-Aktien wählen. Der Baranteil ist dabei auf 40 Prozent gedeckelt.

Der Clou der Transaktion liegt im Band-53 S-Band-Spektrum von Globalstar. Diese Frequenzen sind unerlässlich für die direkte Verbindung zwischen Satelliten und Smartphones. Interessant ist die Rolle von Apple. Der iPhone-Konzern hält nach einem Milliarden-Investment im Jahr 2024 rund 20 Prozent an Globalstar und hat dem Deal zugestimmt. Amazon betreibt künftig die Satelliten-Infrastruktur, die Apples Notruf- und Nachrichtendienste am Laufen hält.

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Teurer Angriff auf das Starlink-Monopol

Finanziell ist die Übernahme kein Schnäppchen. Der Kaufpreis entspricht dem 40-Fachen des für 2026 erwarteten Globalstar-Umsatzes. Analysten von Morningstar warnen vor einer kurzfristigen Verwässerung. Das Geld fließt in einem ohnehin kapitalintensiven Jahr ab. Amazon plant für 2026 Investitionen von rund 200 Milliarden Dollar in Cloud und Künstliche Intelligenz.

Strategisch schließt Amazon eine Lücke zu SpaceX. Starlink betreibt bereits über 10.000 Satelliten. Amazons eigenes Leo-Projekt kommt bislang auf rund 240 Einheiten im Orbit. Bis Juli 2026 verlangt die US-Aufsichtsbehörde FCC den Start von über 1.600 Satelliten.

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Optionen-Händler wetten auf weiter steigende Kurse

Die Börse feiert den Expansionskurs. Am Dienstag schloss die Amazon-Aktie bei 211,20 Euro und verbucht damit ein Plus von knapp 15 Prozent auf Monatssicht. Der Kurs nähert sich dem 52-Wochen-Hoch von 220,55 Euro bis auf gut vier Prozent an. Ein RSI von 68,6 signalisiert eine starke Dynamik.

Am Optionsmarkt war die Nachfrage nach Call-Optionen in den ersten Handelsminuten nach der Ankündigung doppelt so hoch wie im Tagesdurchschnitt. Konkurrenten wie AST SpaceMobile büßten im Gegenzug fast acht Prozent ein.

Der Abschluss der Transaktion ist für 2027 geplant. Bis dahin muss Amazon die Genehmigung der FCC einholen und parallel das eigene Satelliten-Netzwerk massiv ausbauen, um die regulatorischen Fristen im Sommer 2026 zu erfüllen. Gelingt der Zeitplan, startet der kommerzielle Direct-to-Device-Dienst im Jahr 2028.

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