Amazon feiert strategische Erfolge an vielen Fronten, von autonomen Taxis bis hin zu einer gigantischen KI-Allianz mit OpenAI. Doch statt Euphorie herrscht bei den Investoren Skepsis angesichts explodierender Investitionskosten. Zahlt sich der teure Expansionskurs des Tech-Giganten am Ende aus?
Einen wichtigen Meilenstein erreichte derweil die Tochtergesellschaft Zoox. Ab diesem Sommer können Nutzer über die Uber-App autonome Robotaxis in Las Vegas buchen, im kommenden Jahr folgt Los Angeles. Gleichzeitig prüft die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA die kommerzielle Zulassung der lenkradlosen Fahrzeuge. Obwohl diese Entwicklung das Vertrauen in Amazons autonome Flotte stärkt und den ersten Deal mit einer externen Plattform markiert, reagierte der Markt auf die Ankündigung kaum.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Amazon?
Explodierende Kosten für die KI-Infrastruktur
Der Grund für die Zurückhaltung der Anleger liegt in den enormen Ausgaben für Künstliche Intelligenz. Das Unternehmen plant in diesem Jahr Investitionen von rund 200 Milliarden US-Dollar, primär für den Ausbau der KI-Infrastruktur. Diese massive Kapitalbindung hinterlässt deutliche Spuren in der Bilanz: Der freie Cashflow brach in den vergangenen zwölf Monaten von 38,2 Milliarden auf 11,2 Milliarden US-Dollar ein. Investoren fürchten, dass die hohen Ausgaben die Profitabilität auf absehbare Zeit drücken.
Dem gegenüber steht jedoch ein robustes operatives Geschäft. Der operative Cashflow kletterte im selben Zeitraum um 20 Prozent auf beeindruckende 139,5 Milliarden US-Dollar. Zudem sichert sich die Cloud-Sparte AWS durch eine vertiefte Partnerschaft mit OpenAI langfristige Einnahmen. Während Amazon bis zu 50 Milliarden US-Dollar in den ChatGPT-Entwickler investiert, verpflichtet sich dieser im Gegenzug, über die nächsten acht Jahre 100 Milliarden US-Dollar für AWS-Dienste auszugeben. Dennoch notiert das Papier nach dem jüngsten Kursrutsch aktuell bei 182,52 Euro und damit gut 17 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Amazon?
Neue Märkte und regulatorische Hürden
Neben Cloud und Mobilität forciert der Konzern auch den Vorstoß in den Gesundheitssektor. Mit einem neuen KI-Gesundheitsassistenten und dem Ausbau der Online-Apotheke, die bereits zwei Milliarden US-Dollar Jahresumsatz generiert, will Amazon weitere Marktanteile erobern. Geplant ist zudem, die Medikamentenlieferung per Drohne bis zum Ende des Jahrzehnts auf 500 Millionen Zustellungen jährlich auszuweiten. Überschattet werden diese Ambitionen jedoch von einem im Oktober 2026 anstehenden Kartellverfahren der FTC, das im schlimmsten Fall zu einer Aufspaltung von Geschäftsbereichen führen könnte.
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 30 ist die Aktie angesichts des 24-prozentigen Wachstums der hochprofitablen AWS-Sparte moderat bewertet. Viele Analysten gehen davon aus, dass die kurzfristigen Belastungen durch den KI-Ausbau sowie die regulatorischen Risiken auf dem aktuellen Kursniveau bereits weitgehend eingepreist sind. Die kommenden Quartalsberichte müssen nun beweisen, dass die gigantischen Investitionen in Cloud und KI tatsächlich die erhofften langfristigen Wettbewerbsvorteile sichern.
Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 12. März liefert die Antwort:
Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Amazon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

