Amazon sichert sich mit 50 Milliarden Dollar die strategische Partnerschaft mit OpenAI – und macht damit klar, wohin die rekordhohen Investitionen von 200 Milliarden Dollar im Jahr 2026 fließen sollen. Die Ankündigung vom 27. Februar 2026 kommt nur Tage nach einem 12-Milliarden-Rechenzentrum in Louisiana und soll zeigen: Der Tech-Riese meint es ernst mit seiner KI-Offensive.
Exklusivrechte für AWS gesichert
Die Investition ist mehr als ein reines Finanzengagement. Amazon Web Services wird mit dem Deal zum exklusiven Drittanbieter-Cloud-Partner für „OpenAI Frontier“ – eine Plattform, über die Unternehmen KI-Agenten entwickeln und betreiben können. Das dürfte AWS direkten Zugang zu einer neuen Kundenschicht verschaffen.
Parallel stockt Amazon seine bestehende Cloud-Vereinbarung mit OpenAI massiv auf: Aus 38 Milliarden Dollar werden 100 Milliarden über acht Jahre. OpenAI verpflichtet sich dabei, etwa zwei Gigawatt an Rechenkapazität auf Amazons hauseigenen Trainium-Chips zu nutzen – eine klare Bestätigung für Amazons Halbleiter-Strategie.
Die Bewertung von OpenAI klettert durch die Finanzierungsrunde auf 730 Milliarden Dollar. Neben Amazon sind auch Nvidia (30 Milliarden) und SoftBank (30 Milliarden) eingestiegen.
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Analysten sehen klaren AWS-Schub
Analysten von William Blair rechnen vor: Die zusätzlichen 100 Milliarden Dollar von OpenAI könnten – gleichmäßig verteilt – rund 17 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr bringen. Das wären etwa 11 Prozent des für 2026 erwarteten AWS-Umsatzes. Die Trainium-Nutzung durch OpenAI wertet die Investmentbank als wichtiges Signal: Amazon kann im Wettbewerb um große KI-Workloads punkten.
Zeitgleich investiert Amazon 12 Milliarden Dollar in Rechenzentren im Nordwesten Louisianas. Das Projekt in Zusammenarbeit mit STACK Infrastructure soll im März starten und markiert Amazons erste Datencenter-Präsenz im Bundesstaat. Geplant sind 540 Vollzeitstellen direkt vor Ort.
Quartalszahlen mit Schatten
Im vierten Quartal 2025 steigerte Amazon den Umsatz um 14 Prozent auf 213,4 Milliarden Dollar. AWS wuchs mit 24 Prozent so schnell wie seit 13 Quartalen nicht mehr – der annualisierte Umsatz erreichte 142 Milliarden Dollar, die Auftragspipeline stieg auf 244 Milliarden Dollar.
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Trotz dieser Zahlen verlor die Aktie nach der Veröffentlichung acht Prozent. Grund war die Ankündigung, 2026 insgesamt 200 Milliarden Dollar in Infrastruktur zu investieren. Zwischen Anfang und Mitte Februar büßte der Titel rund 18 Prozent ein – die längste Verlustserie seit 2006.
Amazons Custom-Chips Graviton und Trainium erreichten einen Umsatz von über 10 Milliarden Dollar im Jahr und verdoppeln sich aktuell. Die OpenAI-Verpflichtung liefert dafür nun externe Bestätigung im großen Maßstab.
Nächster Test im April
Mit dem OpenAI-Deal hat Amazon eine konkrete Antwort auf die Frage geliefert, wofür die Rekordinvestitionen gedacht sind. Die 50-Milliarden-Beteiligung, die erweiterte Cloud-Vereinbarung und die Exklusivrechte schaffen messbare Nachfrage für die eigene Infrastruktur. Ende April folgen die Zahlen für das erste Quartal 2026 – dann zeigt sich, ob AWS das Wachstumstempo halten kann und ob sich die Partnerschaft bereits in den Umsätzen bemerkbar macht.
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