Amazon hat am Mittwoch gleich auf mehreren Feldern Fakten geschaffen. Die Übernahme des New Yorker Startups Fauna Robotics, ein ambitioniertes AWS-Umsatzziel von 600 Milliarden US-Dollar bis 2036 und die Expansion des Robotaxi-Dienstes Zoox — selten verdichtet sich das Bild eines Konzerns so schnell.
Sprout kommt zu Amazon
Fauna Robotics, erst 2024 gegründet, entwickelt den humanoiden Roboter „Sprout“ — rund einen Meter groß, 23 Kilogramm leicht und mit weich gepolsterter Außenhülle für den Einsatz im Wohnumfeld konzipiert. Das Gerät richtet sich an soziale Interaktion und leichte Haushaltsaufgaben, nicht an Industrieprozesse. Zu den frühen Partnern zählen Disney, Boston Dynamics und die New York University.
Das rund 50-köpfige Ingenieursteam wechselt nun in Amazons Personal Robotics Group. Fauna hatte zuvor rund 16,6 Millionen US-Dollar eingesammelt — gemessen an Amazons Maßstäben ein überschaubarer Betrag. Finanzielle Details der Übernahme wurden nicht kommuniziert.
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Die Akquisition ergänzt eine Investition, die Amazon erst kürzlich abschloss: eine Beteiligung an der deutschen Neura Robotics, die im Rahmen einer Finanzierungsrunde über eine Milliarde Euro eingesammelt hat.
AWS mit Verdoppelung des Umsatzziels
Intern hatte CEO Andy Jassy Mitte März ein neues Maßstab gesetzt: AWS könnte bis 2036 auf 600 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz wachsen — doppelt so viel wie seine frühere Schätzung von 300 Milliarden. Als Treiber nennt Jassy die steigende Nachfrage nach generativer KI.
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2025 erzielte AWS bereits 128,7 Milliarden US-Dollar Umsatz, ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Um die Infrastruktur für weiteres Wachstum zu schaffen, plant Amazon für das laufende Geschäftsjahr Investitionen von rund 200 Milliarden US-Dollar — überwiegend in AWS-Kapazitäten.
Zoox rollt weiter aus
Parallel dazu öffnet Amazons Robotaxi-Tochter Zoox Wartelisten für Austin und Miami. Seit dem Start in Las Vegas vor weniger als einem Jahr hat Zoox knapp zwei Millionen autonome Meilen zurückgelegt und über 350.000 Passagiere befördert.
Auf Analystenebene herrscht breiter Optimismus: 49 von 57 Analysten vergeben derzeit die Höchstbewertung, das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 286 US-Dollar. Im vierten Quartal meldete Amazon einen Umsatz von 213,4 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn je Aktie von 1,95 US-Dollar. Die Aktie notiert aktuell rund 17 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch — gemessen an den Wachstumsplänen, die Jassy skizziert, ein Abstand, den Anleger unterschiedlich bewerten dürften.
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