Amazon investiert massiv in seine KI-Infrastruktur – und ein neuer Großkunde untermauert die Strategie. Der Cloud-Datenspezialist Snowflake hat sich verpflichtet, über fünf Jahre sechs Milliarden Dollar in Amazon Web Services (AWS) zu investieren.
Das Geld fließt gezielt in KI- und sogenannte agentische KI-Workloads. Explizit setzt Snowflake dabei auf Amazons eigene Graviton-Prozessoren. Ein klares Signal: AWS wird zur zentralen Plattform für anspruchsvolle KI-Anwendungen.
Eigene Chips als Trumpf
Amazon baut seine Chip-Sparte konsequent aus. Die Sparte mit den Prozessoren Graviton, Trainium und Nitro erzielt inzwischen einen annualisierten Umsatz von über 20 Milliarden Dollar – mit einem dreistelligen prozentualen Wachstum.
Zwei prominente Kunden unterstreichen die Nachfrage: OpenAI will ab 2027 rund zwei Gigawatt Trainium-Kapazität über AWS beziehen. Anthropic hat sogar bis zu fünf Gigawatt für aktuelle und künftige Trainium-Generationen reserviert.
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AWS-Wachstum beschleunigt sich
Die KI-Investitionen zahlen sich aus. Im ersten Quartal 2026 stieg der AWS-Umsatz um 28 Prozent auf 37,6 Milliarden Dollar – das stärkste Wachstum seit 15 Quartalen. Analysten übertraf die Entwicklung deutlich.
Amazon hat für das laufende Jahr Investitionen von über 200 Milliarden Dollar eingeplant, schwerpunktmäßig für KI und AWS. Parallel treibt der Konzern KI auch im E-Commerce voran: Kundensuche und Produktempfehlungen werden optimiert, in den Lagern helfen KI-gesteuerte Roboter, Kosten zu senken.
Marktstimmung bleibt positiv
Die Aktie reagierte verhalten, notiert aktuell bei 220,60 Euro – rund sechs Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 235,25 Euro. Seit Ende Februar legte das Papier aber rund 30 Prozent zu, getrieben von den starken Q1-Zahlen. Der Umsatz kletterte auf 181,5 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie auf 2,78 Dollar und übertraf die Erwartungen deutlich. Die Analysten bewerten die Aktie mehrheitlich mit „Kaufen“.
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