Amazon entwickelt offenbar erneut ein eigenes Smartphone — mehr als zehn Jahre nach dem spektakulären Scheitern des Fire Phone. Das neue Gerät soll die KI-Assistentin Alexa in den Mittelpunkt stellen und als mobiler Knotenpunkt für Amazons Shopping-, Entertainment- und Smart-Home-Dienste dienen.
Projekt „Transformer“ und die Schatten der Vergangenheit
Das intern als „Transformer“ bezeichnete Projekt entsteht in einer neuen Einheit namens ZeroOne, die von J Allard geleitet wird — einem ehemaligen Microsoft-Manager, der maßgeblich an der Entwicklung der Xbox beteiligt war. Die Abteilung soll sich vom Minimalismus des Light Phone inspirieren lassen, was darauf hindeutet, dass Amazon keinen direkten Frontalangriff auf Apple und Samsung plant. Stattdessen werden zwei Richtungen diskutiert: ein klassisches Smartphone mit tiefer Amazon-Integration oder ein reduziertes Zweitgerät.
Das Scheitern des Fire Phone 2014 sitzt tief. Trotz eines Preises von 199 Dollar und Features wie einem 3D-Display ohne Brille verkaufte sich das Gerät kaum — Amazon stellte es nach etwas mehr als einem Jahr ein. Die entscheidende Frage diesmal: Wird das neue Gerät mit Googles App-Ökosystem ausgeliefert? Ohne Play Services wäre die Hürde zur Massenadoption erheblich.
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IDC-Analyst Francisco Jeronimo zeigt sich skeptisch. Amazon werde kaum ein besseres Smartphone als Apple, Samsung oder führende chinesische Hersteller bauen können, sagte er gegenüber Tom’s Guide. Erschwerend kommt hinzu, dass der Smartphone-Markt 2026 laut IDC aufgrund der anhaltenden RAM-Krise schrumpfen dürfte — kein günstiges Umfeld für einen Neueinsteiger.
AWS als stabiles Fundament
Während das Hardware-Projekt noch viele Fragezeichen aufwirft, liefert Amazons Cloud-Sparte klare Zahlen. AWS wuchs im vierten Quartal 2025 um 24 Prozent im Jahresvergleich — das stärkste Wachstum seit 13 Quartalen — und erreichte eine annualisierte Umsatzrate von 142 Milliarden Dollar. CEO Andy Jassy erklärte intern, AWS könne langfristig auf 600 Milliarden Dollar Jahresumsatz wachsen, doppelt so viel wie er bislang für möglich gehalten hatte.
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Parallel dazu verschiebt Amazon seinen Prime Day von Juli auf Juni, was den Umsatz aus dem Großevent künftig im zweiten statt im dritten Quartal ausweist. 2025 generierte der Event laut Adobe Analytics 24,1 Milliarden Dollar an Online-Umsätzen bei US-Händlern — ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Das Smartphone-Projekt bleibt das riskanteste der drei Vorhaben. Einen bestätigten Zeitplan oder Preis gibt es nicht, und Amazon selbst wollte sich nicht äußern. Das Projekt könnte jederzeit eingestellt werden.
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