Amazon greift nach den Sternen und dem Automarkt. Kurz vor den nächsten Quartalszahlen treiben milliardenschwere Zukäufe und strategische Expansionen den Aktienkurs an. Die aggressive Wachstumsstrategie hat allerdings ihren Preis.
Am Freitag erreichte das Papier mit 223,70 Euro ein neues Allzeithoch. Auf Jahressicht steht ein sattes Kursplus von rund 36 Prozent. Analysten sehen laut LSEG-Daten weiteres Potenzial für die Aktie.
Milliarden-Deal im Weltraum
Der wichtigste Kurstreiber ist der Einstieg in die Satellitenkommunikation. Amazon hat sich auf die Übernahme des Betreibers Globalstar geeinigt. Der Preis liegt bei 11,6 Milliarden US-Dollar. Aktionäre sollen 90 Dollar je Aktie erhalten.
Damit stärkt der Konzern sein eigenes Satelliten-Netzwerk Amazon Leo. Das Ziel: Direkte Konkurrenz zu Elon Musks SpaceX. Amazon übernimmt die komplette Infrastruktur und wichtige Lizenzen. Der Abschluss der Transaktion ist für 2027 geplant.
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Parallel dazu verlängert Amazon einen Vertrag mit Apple. Globalstar liefert weiterhin Notruf-Dienste für iPhones. Amazon baut derweil ein eigenes System für direkte Satelliten-Verbindungen auf. Der Start ist für 2028 angesetzt.
Expansion im Autohandel
Abseits des Weltraums drängt Amazon tiefer in den Autohandel. Die Plattform Amazon Autos bietet nun Fahrzeuge von Marken wie Hyundai, Kia und Jeep an. Kunden erledigen Finanzierung und Papiere komplett online.
Der Dienst startete Ende 2024 und ist mittlerweile in über 130 US-Städten verfügbar. Amazon zielt damit auf die lukrativen Werbebudgets der Autohersteller ab. Allerdings knirscht es noch in der Praxis.
Hohe Volumina decken operative Probleme auf. Unvollständige Papiere und Konflikte zwischen Online-Reservierungen und Verkäufen im Autohaus bremsen aktuell das reibungslose Wachstum.
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Fokus auf Kosten und Cloud
Am 29. April präsentiert Amazon die Zahlen für das abgelaufene Quartal. Experten erwarten einen Umsatzsprung auf 188 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie soll bei 1,63 Dollar liegen.
Im Zentrum steht das Cloud-Geschäft AWS. Hier rechnen Analysten mit Erlösen von knapp 37 Milliarden Dollar. Die große Unbekannte ist die Gewinnmarge der Sparte.
Hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz belasten die Profitabilität. Die Schätzungen für die Investitionsausgaben bis 2026 klettern auf fast 200 Milliarden Dollar. Das entspricht fast einer Vervierfachung seit 2023.
Die Quartalszahlen Ende April liefern den Realitätscheck. Amazon muss beweisen, dass steigende Cloud-Erlöse die explodierenden KI-Kosten ausgleichen. Bleibt die AWS-Marge stabil, stützt das die aktuelle Rekordbewertung.
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