Was einst als internes Mittel zum Zweck begann, wird nun zum eigenständigen Geschäftsmodell. Amazon öffnet sein weltweites Transportnetzwerk für externe Händler— unabhängig davon, ob diese auf dem hauseigenen Marktplatz verkaufen. Unter dem Namen „Amazon Supply Chain Services“ (ASCS) kopiert der Konzern sein erfolgreichstes Playbook.
Das AWS-Modell für Pakete und Fracht
Peter Larsen, Vizepräsident der neuen Sparte, zieht bewusst Parallelen zur Cloud-Tochter AWS. Damals wandelte Amazon seine interne Server-Infrastruktur in einen globalen Standard um. Jetzt passiert dasselbe mit der Logistik. Unternehmen erhalten Zugriff auf ein massives Portfolio aus Luft-, Land- und Seefracht sowie auf die gesamte Verteilungs- und Paketzustellungsinfrastruktur.
Die Dimensionen der freigegebenen Kapazitäten verdeutlichen den Anspruch. Amazon stellt externe Dienstleistungen über ein zentrales Dashboard zur Verfügung. Das Rückgrat bilden dabei konkrete physische Assets:
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- Mehr als 80.000 Sattelauflieger
- Rund 24.000 intermodale Container
- Eine Flotte von über 100 Frachtflugzeugen
Erste Großkonzerne haben bereits unterzeichnet. Procter & Gamble, 3M und American Eagle Outfitters nutzen das Netzwerk künftig für ihre eigenen Lieferketten. Für Amazon bedeutet dieser Schritt eine deutlich bessere Auslastung der bestehenden Fixkosten in Lagerhaltung und Transport.
Am Aktienmarkt kommt die strategische Erweiterung hervorragend an. Die Amazon-Aktie kletterte am Montag auf ein neues Jahreshoch bei 229,25 Euro. Seit Januar summiert sich das Kursplus damit auf fast 19 Prozent. Das Papier notiert aktuell komfortabel über seinen gleitenden Durchschnitten.
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Milliarden-Investitionen im Hintergrund
Während die Logistiksparte neue Einnahmequellen erschließt, treibt das Management parallel das Cloud- und KI-Geschäft voran. AWS sicherte sich kürzlich strategische Verträge mit dem US-Verteidigungsministerium. Die Vereinbarungen umfassen den Betrieb von KI-Werkzeugen in klassifizierten Netzwerken. Amazon positioniert sich damit weiter als primärer Lieferant für hochsichere Regierungs-Infrastruktur.
Das aktualisierte Budget unterstreicht diese technologischen Ambitionen. Für das laufende Jahr plant der Vorstand mit Kapitalausgaben in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar. Ein Großteil dieser gewaltigen Summe fließt direkt in neue Rechenzentren und den Ausbau der KI-Kapazitäten.
Bis zum Sommer steht das Management vor einer harten regulatorischen Frist abseits des Kerngeschäfts. Bis zum 30. Juli muss Amazon rund 1.600 Satelliten für sein Breitbandnetzwerk „Kuiper“ im All platziert haben. Verfehlt der Konzern dieses Ziel, droht der Verlust der dazugehörigen FCC-Lizenz.
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