AMD-Chefin Lisa Su hat am Freitag in Taipeh eine klare Botschaft an die Fertigungspartner geschickt: Produktion hochfahren, und zwar sofort. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 402 Euro — mehr als verdreifacht gegenüber dem Tief vor einem Jahr.
CPU-Comeback durch KI-Inferenz
Su sprach beim CommonWealth Magazine Summit in Taipeh über eine strukturelle Verschiebung im Rechenzentrum. KI-Inferenz und agentische KI-Workloads holen CPUs zurück ins Zentrum der Datenzentren. Nach Jahren, in denen GPUs dominierten, wächst die Nachfrage nach Prozessoren wieder stark.
Su prognostiziert ein jährliches CPU-Marktwachstum von mehr als 35 Prozent über die nächsten fünf Jahre. Das Marktvolumen könnte bis 2030 auf über 120 Milliarden Dollar steigen. Den gesamten KI-Infrastrukturmarkt sieht Su innerhalb von drei bis vier Jahren die Billionen-Dollar-Grenze überschreiten.
AMD erhöht die Produktionskapazität bereits jetzt. Su sagte, das Angebot wächst jeden Quartal — mit deutlich größeren Sprüngen ab 2027.
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Vollständiges Portfolio als Trumpf
AMD setzt nicht auf eine einzelne Chip-Kategorie. Su betonte, dass die Stärke des Unternehmens im kombinierten Angebot aus CPUs, GPUs und ASICs liegt. Kein Wunder — wer nur auf GPUs setzt, verliert in einem Markt, der CPUs gerade neu bewertet.
China bleibt mit rund 20 Prozent des Umsatzes ein wichtiger Markt. Nach einem Treffen mit dem chinesischen Vizepremier He Lifeng bekräftigte Su, AMD werde die Zusammenarbeit mit chinesischen Kunden fortsetzen — im Rahmen der US-Exportvorschriften.
Ryzen AI Halo: KI direkt auf dem Gerät
Parallel dazu treibt AMD das lokale KI-Computing voran. Der neue Ryzen AI Halo läuft Modelle mit bis zu 200 Milliarden Parametern direkt auf dem Gerät. Vorbestellungen starten im Juni 2026, der Preis liegt bei 3.999 Dollar.
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Im dritten Quartal 2026 folgt ein Update mit der Ryzen AI Max PRO 400 Series. Diese Prozessoren basieren auf der Zen-5-Architektur und skalieren auf bis zu 192 Gigabyte Unified Memory — davon bis zu 160 Gigabyte als VRAM. Damit lassen sich 300-Milliarden-Parameter-Modelle vollständig lokal betreiben. Das wäre ein Novum für x86-Client-Prozessoren.
Kurs auf Allzeithoch, Analysten optimistisch
Die AMD-Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als vervierfacht. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 111 Prozent. Den Rückenwind lieferten starke Quartalszahlen Anfang Mai: Der Umsatz beschleunigte sich, der freie Cashflow verdreifachte sich gegenüber dem Vorjahr.
Analysten von Mizuho, Evercore ISI, Melius und Cantor Fitzgerald haben ihre Kursziele in eine Spanne von 515 bis 579 Dollar angehoben. Der FactSet-Konsens liegt im Bereich von Mitte 440 bis Ende 470 Dollar. Ein Wermutstropfen: CFO Jean Hu warnte, der Hochlauf des neuen MI450-Chips werde kurzfristig auf die Margen drücken, da das Produkt zunächst unter der Konzernmarge startet.
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