AMD hat am 9. März gleich auf zwei Fronten Fortschritte erzielt: Ein langjähriger Patentstreit wurde beigelegt, und gleichzeitig präsentierte das Unternehmen eine erweiterte Prozessorreihe für den wachsenden Edge-AI-Markt. Die Aktie legte daraufhin um 2,7 Prozent zu.
Patentstreit mit Adeia beendet
Seit November 2025 klagte das Unternehmen Adeia gegen AMD — mit dem Vorwurf, dass Produkte wie die Ryzen-Desktop-Prozessoren und die Instinct-Beschleuniger zehn Patente rund um Hybrid-Bonding-Technologie und das 3D-V-Cache-Design verletzten. Hybrid Bonding verbindet Chipkomponenten direkt über Kupfer-zu-Kupfer-Verbindungen; 3D V-Cache stapelt Arbeitsspeicher vertikal auf einen Prozessor, um bestimmte Rechenlasten zu beschleunigen.
Am 10. März wies Bundesrichter David Counts beide Klagen ab. AMD und Adeia einigten sich auf einen mehrjährigen Lizenzvertrag, der AMD Zugang zu Adeias gesamtem Halbleiter-IP-Portfolio gewährt. Für ein Unternehmen, das stark auf fortschrittliche Packaging-Architekturen setzt, geht die Bedeutung dieser Einigung weit über die juristische Seite hinaus.
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Edge AI: Die P100-Serie kommt
Parallel dazu erweitert AMD seine Ryzen AI Embedded P100 Series — Prozessoren, die speziell für industrielle Automatisierung, Robotik und medizinische Bildgebung entwickelt wurden. Die neuen Chips bieten acht bis zwölf Zen-5-Kerne, bis zu 80 System-TOPS für KI-Beschleunigung sowie AMDs RDNA-3.5-Grafik und die XDNA-2-Architektur für neuronale Berechnungen — alles auf einem einzigen Chip.
Gegenüber der Vorgängergeneration Ryzen Embedded 8000 Series soll die P100-Reihe bis zu 39 Prozent mehr Multithreading-Leistung und 2,1-mal höhere Gesamt-TOPS liefern. Die 4- bis 6-Kern-Modelle sollen bereits im zweiten Quartal 2026 in Produktion gehen, die größeren 8- bis 12-Kern-Varianten im Juli 2026.
Starkes Fundament im Rechenzentrum
Das Kerngeschäft bleibt das Rechenzentrum: 2025 erzielte AMD einen Umsatz von knapp 35 Milliarden Dollar — ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Rechenzentrumssparte macht inzwischen mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes aus.
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Besonders ins Gewicht fällt die Partnerschaft mit Meta, die sich im Rahmen eines mehrjährigen Deals zur Abnahme von sechs Gigawatt AMD-GPUs verpflichtet hat. Zusammen mit den OpenAI-Vereinbarungen summieren sich die GPU-Commitments auf zwölf Gigawatt über die kommenden Jahre.
Für das erste Quartal 2026 erwartet der Analystenkonsens einen Gewinn von 1,27 Dollar je Aktie — ein Wachstum von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr liegt die Schätzung bei 6,61 Dollar je Aktie, was einem Anstieg von rund 58 Prozent entspräche.
Trotz des jüngsten Kursanstiegs notiert die AMD-Aktie noch rund 25 Prozent unter ihrem Oktober-Hoch — belastet durch einen enttäuschend aufgenommenen Quartalsbericht zu Jahresbeginn. Mit dem bereinigten IP-Fundament und einer frisch aufgestellten Edge-Portfolio-Roadmap sind die Weichen für das zweite Halbjahr 2026 gestellt.
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