Im Rennen um die Vorherrschaft bei KI-Beschleunigern meldet Advanced Micro Devices einen wichtigen Etappensieg. Mit dem neuesten MI355X-Chip durchbricht der Konzern in aktuellen Leistungstests erstmals eine wichtige Leistungsgrenze und rückt dem Platzhirsch Nvidia dicht auf die Pelle. Gleichzeitig zeigt ein genauerer Blick auf die Daten, wo der Herausforderer noch strategischen Abstand hält.
Die Millionen-Grenze fällt
Bei den jüngsten MLPerf-Benchmarks (Version 6.0) demonstrierte das Unternehmen die Leistungsfähigkeit seines MI355X-Systems. Im Verbund mehrerer Knotenpunkte verarbeitete die Hardware beim Sprachmodell Llama 2 70B erstmals über eine Million Token pro Sekunde. Auch im Einzelbetrieb zeigt die Kurve steil nach oben. Mit gut 100.000 Token pro Sekunde liefert der neue Chip eine mehr als dreimal so hohe Leistung wie das Vorgängermodell MI325X.
Diese Werte ermöglichen einen direkten Vergleich mit dem dominierenden Rivalen. Beim Modell Llama 2 70B bewegt sich AMD auf Augenhöhe mit den B200- und B300-Chips der Konkurrenz. Im interaktiven Bereich übertrifft der MI355X den B200 sogar um 19 Prozent.
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Allerdings mied das Unternehmen den direkten Schlagabtausch beim deutlich größeren DeepSeek-R1-Benchmark. Genau dort liefert Nvidia traditionell seine stärksten Ergebnisse ab. Auch beim Text-zu-Video-Modell Wan-2.2 reichte AMD die Daten in der offenen Kategorie ein, was eine direkte Vergleichbarkeit mit geschlossenen Systemen einschränkt.
Wachsendes Ökosystem stützt den Kurs
Bemerkenswert ist neben den reinen Leistungsdaten die wachsende kommerzielle Reife der Plattform. Neun Partnerunternehmen, darunter Branchengrößen wie Cisco, Dell und Oracle, reichten eigene Testergebnisse ein. Ein Novum war dabei die Kombination verschiedener Chip-Generationen (MI300X, MI325X und MI355X) in einem einzigen System durch Dell und MangoBoost, was eine hohe Skalierbarkeit belegt.
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An der Börse sorgten die technologischen Fortschritte und jüngste Milliarden-Deals zuletzt für Stabilität. Während der S&P 500 im März aufgrund geopolitischer Spannungen um fünf Prozent nachgab, verzeichnete das Papier ein Plus von 2,5 Prozent.
Am 28. April präsentiert das Management die Zahlen für das erste Quartal 2026. Analysten prognostizieren einen Umsatz von rund 9,8 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von etwa 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für das Gesamtjahr rechnet die Wall Street mit einem Gewinnsprung von 59 Prozent auf 6,65 US-Dollar je Aktie, flankiert durch die für 2026 geplante Einführung der nächsten Chip-Generation MI400.
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