AMD-CEO Lisa Su reist am 18. März erstmals seit ihrem Amtsantritt 2014 nach Südkorea — und die Wahl des Zeitpunkts ist kaum zufällig. Der Besuch fällt genau in die Woche von Nvidias GTC-2026-Konferenz. Während der Konkurrent die Schlagzeilen dominiert, arbeitet Su im Hintergrund an einer der wichtigsten Stellschrauben für AMDs KI-Ambitionen: der Absicherung von High-Bandwidth-Memory-Lieferungen.
Samsungs HBM4 im Fokus
Im Mittelpunkt der Südkorea-Reise stehen Gespräche mit Samsung-Chairman Jay Y. Lee. Es geht um die Versorgung mit HBM4-Chips für AMDs KI-Beschleuniger sowie um eine mögliche Fertigungspartnerschaft mit Samsung Foundry. HBM ist längst zum kritischen Engpass in der KI-Chip-Industrie geworden — wer hier keine gesicherten Lieferketten hat, verliert im Rennen um Rechenzentrumskapazitäten an Boden.
Geplant ist auch ein Treffen mit Naver-CEO Choi Soo-yeon, bei dem der Ausbau von Rechenzentrumskapazitäten und die Entwicklung souveräner KI-Infrastruktur auf der Agenda stehen. Naver Cloud bestätigte das Treffen, nannte aber keine weiteren Details.
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Solide Basis, neuer Wettbewerber
Das fundamentale Bild für AMD ist trotz kurzfristiger Belastungen stark. Der Umsatz stieg 2025 um 34 Prozent auf knapp 35 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn legte um 164 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar zu. Das Rechenzentrumsgeschäft wuchs um 39 Prozent und macht inzwischen mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes aus.
Rückendeckung liefern auch die Großkunden: Meta hat sich zu Käufen von sechs Gigawatt AMD-GPUs über mehrere Chip-Generationen verpflichtet und ist zugleich Lead-Customer für AMDs sechste EPYC-Prozessorgeneration. Zusammen mit OpenAI summieren sich die GPU-Commitments auf zwölf Gigawatt über die nächsten Jahre. Die ersten Lieferungen auf Basis des kommenden MI450-Chips — gefertigt im 2-Nanometer-Verfahren bei TSMC — sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen.
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Leichten Gegenwind brachte Freitag die Meldung über Lisuan Technology: Das chinesische Startup hat mit dem G100 seine erste 6-Nanometer-GPU für den PC-Gaming-Markt vorgestellt. Der Druck auf AMD im Consumer-Segment dürfte damit steigen, auch wenn der Fokus des Unternehmens klar auf dem Rechenzentrumsgeschäft liegt.
Ausblick
Die Aktie notiert aktuell rund acht Prozent unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts und hat seit Jahresbeginn deutlich nachgegeben — trotz eines Kursgewinns von fast 86 Prozent über die vergangenen zwölf Monate. CEO Su bezeichnete 2026 im Februar als „Wendejahr“ für AMD. Ob dieses Versprechen eingelöst wird, hängt maßgeblich davon ab, ob die Südkorea-Reise die HBM4-Versorgung mit Samsung tatsächlich absichert — und ob der MI450-Ramp planmäßig verläuft.
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