Die Aktie von AMD zeigt sich volatil. Am Donnerstag fiel der Kurs, weil Investoren die Pläne des Großkunden Meta mit Skepsis aufnahmen. Am Freitag geht es wieder aufwärts.
Die Aktie notiert bei 462,60 Euro, ein Plus von 2,44 Prozent. Über zwölf Monate kommt AMD auf ein Plus von knapp 294 Prozent. Seit Jahresbeginn stehen 142 Prozent Gewinn. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 511,70 Euro beträgt dennoch 9,6 Prozent.
Metas Cloud-Initiative verunsichert den Markt
Bloomberg berichtete Anfang Juli, dass Meta eine eigene Cloud-Infrastruktur aufbauen will. Der Facebook-Konzern möchte externen Kunden Zugriff auf seine KI-Rechenleistung und Modelle verkaufen. Meta spricht von „überschüssiger Rechenleistung“ aus seinen milliardenschweren KI-Investitionen.
Die Botschaft: Meta will seine Ausgaben besser nutzen. Dennoch reagierten Anleger bei AMD verunsichert. Sie fragen sich, ob die massiven Investitionen der großen Cloud-Kunden nachhaltig sind. Und ob Meta künftig weniger KI-Chips von AMD kauft – insbesondere die Instinct-GPUs.
Hinzu kommt: Meta plant für 2026 Investitionsausgaben zwischen 125 und 145 Milliarden Dollar, deutlich mehr als ursprünglich prognostiziert. Einige Marktteilnehmer sehen darin ein Risiko für die gesamte KI-Hardware-Nachfrage.
Preiserhöhung bei Consumer-Grafikkarten
Parallel dazu erhöht AMD die Preise für seine Radeon-RX-Grafikkarten. Gegenüber den Partnern, den sogenannten Add-in-Board-Herstellern, kündigte AMD ein Plus von zehn Prozent an, gültig ab Juli. Grund: die steigenden Kosten für GDDR6-Speicher.
Die Preiserhöhung betrifft ausschließlich den Konsumentenmarkt. Die Data-Center-Reihe Instinct bleibt unberührt. Allerdings könnten die höheren Kosten die Margen der Partner belasten oder die Nachfrage dämpfen.
Starke Fundamentaldaten
Trotz der jüngsten Kursschwankungen liefert AMD solide Geschäftszahlen. Im ersten Quartal 2026 erzielte der Chipkonzern einen Umsatz von 10,3 Milliarden Dollar, ein Plus von 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Data-Center-Sparte wuchs um 57 Prozent.
Für das zweite Quartal prognostiziert AMD rund 11,2 Milliarden Dollar Umsatz, plus/minus 300 Millionen. Das entspräche einem Wachstum von rund 46 Prozent. Der Quartalsbericht erscheint im August. Dann zeigt sich, ob die Meta-Sorgen berechtigt waren – oder die KI-Nachfrage ungebrochen bleibt.
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