Jensen Huang wollte eigentlich Nvidias neue Ambitionen verkünden. Herausgekommen ist dabei unbeabsichtigt eine der stärksten Kaufbegründungen für AMD seit Monaten.
Als der Nvidia-CEO ankündigte, mit der Vera-Rubin-Plattform in den CPU-Markt für agentische KI einzusteigen und diesen auf 200 Milliarden Dollar Marktvolumen schätzte, bestätigte er damit exakt das Wachstumsszenario, auf das AMD mit seinen EPYC-Serverprozessoren seit Jahren setzt. AMD-Aktien legten daraufhin am 26. Mai rund fünf Prozent zu und markierten ein neues 52-Wochen-Hoch bei 433,35 Euro. Auf Jahressicht hat sich der Kurs mehr als vervierfacht.
Warum Nvidias Einstieg AMD nützt
Agentische KI — Systeme, die eigenständig Aufgaben ausführen statt nur auf Anfragen zu reagieren — läuft primär auf CPUs, nicht auf GPUs. AMD ist mit seiner EPYC-Produktlinie in diesem Segment bereits etabliert. Dass Nvidia nun denselben Markt als attraktiv einstuft und eigene Ressourcen dorthin lenkt, ist aus AMD-Perspektive keine Bedrohung, sondern eine Marktvalidierung durch den mächtigsten Akteur der Branche.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei AMD?
Starke Quartalszahlen als Fundament
Die Kursdynamik der letzten Wochen fußt auf handfesten Zahlen. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 38 Prozent auf 10,25 Milliarden Dollar — über den Analystenerwartungen. Das Rechenzentrumsgeschäft legte um 57 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar zu, der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf mit 1,37 Dollar die Konsensschätzung von 1,29 Dollar. Der freie Cashflow mehr als verdreifachte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Für das zweite Quartal erwartet AMD einen Umsatz von rund 11,2 Milliarden Dollar — deutlich über der damaligen Analystenprognose von 10,5 Milliarden Dollar.
GPU-Pipeline und Margendruck
Parallel zum CPU-Geschäft rückt AMDs GPU-Roadmap in den Blick. CEO Lisa Su bestätigte, dass erste Instinct-MI450-GPUs bereits an ausgewählte Kunden zur Evaluierung gehen. Produktionslieferungen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen, wobei die Nachfrage AMDs eigene Planungen für 2027 bereits übertrifft. ODM-Partner wie Sanmina, Wiwynn, Wistron und Inventec bauen bereits Systeme auf Basis der MI450X-Chips.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei AMD?
Einen Wermutstropfen lieferte Finanzchefin Jean Hu: Der MI450-Hochlauf wird kurzfristig auf die Margen drücken, da neue Produkte typischerweise unterhalb des Unternehmensschnitts starten.
Bewertung auf Rekordniveau
Wedbush-Analysten sehen AMDs Wachstum von steigenden Stückzahlen und höheren Preisen getragen — beides verknüpft mit der steigenden Nachfrage nach Compute-Racks für agentische KI. Das Rechenzentrumsgeschäft mit GPUs entwickle sich dabei stärker als erwartet, auch wenn CPUs nach dem Quartalsbericht die meiste Aufmerksamkeit auf sich zogen.
Die Marktkapitalisierung liegt inzwischen bei rund 762 Milliarden Dollar — die Billion-Dollar-Schwelle ist auf dem Parkett ein offenes Gesprächsthema. Das KGV von rund 135 liegt weit über dem Branchenschnitt von knapp 60 und dem Peer-Median von 38. Dieses Premium spiegelt sowohl die Größe der KI-Chance als auch das Ausführungsrisiko wider, das AMD noch einlösen muss.
AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 27. Mai liefert die Antwort:
Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


