Rekordzahlen im Rechenzentrum, aber rote Vorzeichen an der Börse. Bei AMD trübt ein Mix aus makroökonomischem Gegenwind und drohenden Lieferkettenproblemen die Stimmung. Ein möglicher Streik in Südkorea bringt nun die Versorgung mit essenziellen KI-Speicherchips in Gefahr.
Der gesamte Halbleitersektor geriet am Freitag unter die Räder. Der Branchenindex SOXX gab um über vier Prozent nach. Auslöser ist ein potenzieller 18-tägiger Streik bei Samsung, der am 21. Mai 2026 beginnen soll. Marktbeobachter warnen vor empfindlichen Engpässen bei High Bandwidth Memory (HBM). Diese Speicherbausteine sind für Hochleistungsrechner und KI-Anwendungen unverzichtbar.
Erschwerend wirken steigende Zinsen und kletternde Energiepreise. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf 4,6 Prozent, während Öl die Marke von 109 US-Dollar überschritt. Das drückt auf die Bewertungen kapitalintensiver Wachstumswerte. Die AMD-Aktie verlor zum Wochenschluss spürbar und schloss bei 365,55 Euro. Seit Jahresbeginn haben sich die Papiere damit dennoch fast verdoppelt.
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Insider-Verkäufe und hohe Bewertung
Parallel dazu trennte sich die Führungsriege von Aktienpaketen. CEO Lisa Su veräußerte Mitte Mai Papiere im Wert von knapp 56 Millionen US-Dollar. Dieser Verkauf erfolgte im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans. Auch Vizepräsident Paul Darren Grasby reduzierte seine Bestände.
Auf institutioneller Seite zeigt sich ein gemischtes Bild. Während Antipodes Partners und DNB Asset Management ihre Positionen drastisch reduzierten, stockte Atria Investments leicht auf. Ein Grund für die Gewinnmitnahmen dürfte die sportliche Bewertung sein. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 140 wird die Aktie deutlich über ihrem historischen Durchschnitt gehandelt.
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Starkes Fundament
Operativ liefert der Chipentwickler indes ab. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz auf 10,25 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie übertraf mit 1,37 US-Dollar die Erwartungen der Analysten. Treiber dieser Entwicklung ist das Rechenzentrumsgeschäft, das um 57 Prozent wuchs.
Große Investmentbanken bleiben entsprechend optimistisch. Mizuho rät weiterhin zum Kauf und ruft ein Kursziel von 515 US-Dollar auf. Susquehanna zog kürzlich nach und hob die Zielmarke auf 450 US-Dollar an.
Am 21. Mai fällt die Entscheidung, ob der Arbeitskampf bei Samsung tatsächlich anläuft. Ein Ausfall in der HBM-Produktion würde die gesamte KI-Lieferkette empfindlich treffen. Für AMD hängt die weitere Kursentwicklung maßgeblich davon ab, ob das massive Wachstum im Rechenzentrumszweig diese externen Schocks abfedern kann.
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