AMD greift tief in die Tasche, um im Rennen gegen Nvidia aufzuholen. Für mehr als acht Milliarden Dollar übernimmt der Chipkonzern das Start-up World Labs — und mit ihm eine der bekanntesten Figuren der KI-Forschung.
Aktiendeal statt Bargeld
AMD-Chefin Lisa Su lässt sich die Übernahme 8,2 Milliarden Dollar kosten, umgerechnet rund 7,2 Milliarden Euro. Bezahlt wird nicht in bar, sondern in eigenen Aktien. Damit verwässert AMD zwar sein Eigenkapital, spart aber liquide Mittel — ein Signal dafür, wie hoch das Management die strategische Bedeutung des Zukaufs einstuft.
World Labs wurde erst 2024 gegründet, von Fei-Fei Li, Stanford-Professorin und eine der prägenden Stimmen der KI-Forschung. Sie wechselt nun als Chefwissenschaftlerin zu AMD. Su begründete den Schritt damit, dass ein tiefes Verständnis dafür, wie sich KI-Modelle weiterentwickeln, Voraussetzung für die nächste Generation von KI-Technik sei.
Nischenplayer mit Ambitionen
Nvidia dominiert nach wie vor das Geschäft mit KI-Chips und den dazugehörigen Diensten. AMD und Intel kämpfen bislang eher um kleinere Marktsegmente. Mit dem Einstieg von Li setzt AMD nun auf Forschungskompetenz statt nur auf Hardware-Leistung, um im Wettbewerb um KI-Marktanteile aufzuholen.
Der Zukauf reiht sich in eine Serie strategischer Bewegungen, mit denen AMD sein KI-Portfolio verbreitert. Ob sich die Investition in Fei-Fei Li und ihr Team auszahlt, hängt davon ab, wie schnell sich ihre Forschung in marktfähige Produkte übersetzen lässt — ein Prozess, der in der Chipbranche oft Jahre dauert.
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