American Tungsten Aktie: Zero Level durchschnitten

American Tungsten stößt bei Bohrungen in Idaho auf hochgradige Wolframvererzung. Das Unternehmen treibt die schrittweise Rückkehr zur Produktion voran.

American Tungsten Aktie
Kurz & knapp:
  • Bohrungen treffen auf mehrere Erzadern
  • Hohe Wolframrückgewinnung in Tests
  • Gestufter Plan zur Produktion 2027
  • Aktie technisch unter Druck

American Tungsten legt bei seinem IMA-Mine-Projekt in Idaho nach. Die ersten Bohrungen auf der Zero Level haben hochgradige Wolframvererzung getroffen. Für das Unternehmen ist das ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück zur Produktion.

Die Aktie reagiert darauf nur verhalten. In Frankfurt liegt sie bei 1,45 Euro und damit leicht über dem Vortag. Auf Sicht von 30 Tagen bleibt sie trotzdem deutlich unter Druck. Der Kurs notiert zudem klar unter der 50-Tage-Linie und der RSI von 17,9 signalisiert eine stark überverkaufte Lage.

Mehrere Erzadern durchschnitten

Die Bohrlöcher AT26-13 bis AT26-16 trafen mehrere wolframführende polymetallische Adern. Dazu zählen der historische Ima-Vein, der West-Vein und eine neu erkannte westliche Ader. Das erhöht die Chance, in den tieferen Bereichen der Mine eine größere Mineralisierung abzugrenzen.

Bislang hat American Tungsten 22 Bohrlöcher auf der D-Ebene und 11 auf der Zero Level abgeschlossen. Zusammen kommen sie auf rund 13.229 Fuß. In den Adern finden sich neben Wolfram auch Silber sowie Begleitminerale wie Scheelit, Galenit, Sphalerit und Chalkopyrit.

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Die Fundstelle hat einen praktischen Vorteil. Das IMA-Projekt liegt auf privatem, patentiertem Land und verfügt über bestehende Infrastruktur. Das senkt nicht automatisch die Hürden, kann den Weg zurück in den Betrieb aber deutlich verkürzen.

Schrittweise zurück in Richtung Produktion

Das Management verfolgt einen gestuften Plan. In Phase eins prüft das Unternehmen, ob sich vorhandene Haldenmaterialien wirtschaftlich aufbereiten lassen. Das wäre der kapitalärmere Weg zu einem ersten Verkauf.

Phase zwei zielt auf die Sanierung und den Neustart des Untertagebergbaus. American Tungsten will vor Jahresende den ersten Konzentratverkauf erreichen und peilt die kommerzielle Produktion für 2027 an.

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Wolfram spielt dabei eine besondere Rolle. Das Metall gilt als kritischer Rohstoff und ist für Industrie und Verteidigung wichtig. Das Unternehmen will sich als heimischer Lieferant in Nordamerika positionieren, während die Suche nach alternativen Lieferketten für kritische Metalle an Fahrt gewinnt.

Metallurgie liefert Rückenwind

Schon im März hatte American Tungsten erste positive Tests zur Aufbereitung gemeldet. Bei einer stufenweisen Falcon-Schwerkraftaufbereitung mit Regrind erreichte das Projekt 94,4 Prozent WO3-Rückgewinnung. Eine Schwerflüssigkeits-Trennung kam auf 91,1 Prozent.

Das spricht für ein technisch brauchbares Erz. Ob daraus ein belastbares Produktionsmodell wird, hängt nun davon ab, wie sich die nächsten metallurgischen Tests und die Prozessplanung entwickeln. Für die Aktie bleibt die Lage technisch angespannt. Der Kurs liegt weiter rund 16 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt, aber gut 11 Prozent über der 200-Tage-Linie.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.