Der Biotech-Riese Amgen hat am 6. Januar 2026 die Übernahme des britischen Unternehmens Dark Blue Therapeutics bekanntgegeben. Der Deal bringt bis zu 840 Millionen US-Dollar auf die Waage – aufgeteilt in Vorabzahlung und mögliche Meilenstein-Zahlungen. Für Amgen bedeutet das einen gezielten Schritt zur Verstärkung der eigenen Krebsforschung.
Dark Blue Therapeutics bringt ein vielversprechendes Molekül mit: DBT 3757. Der Wirkstoff-Kandidat befindet sich aktuell in der präklinischen Phase und zielt auf zwei Proteine (MLLT1/3) ab, die bei bestimmten Formen der akuten myeloischen Leukämie (AML) eine Schlüsselrolle spielen. AML gilt als besonders aggressiver Blutkrebs mit schnellem Wachstum und schwieriger Behandlung.
Was macht DBT 3757 besonders?
Die Substanz verfolgt einen neuartigen Mechanismus: Sie degradiert gezielt die MLLT1/3-Proteine im sogenannten Super Elongation Complex. Präklinische Daten zeigen eine beachtliche Anti-Krebs-Aktivität über verschiedene Leukämie-Modelle hinweg. Besonders interessant: Der Ansatz unterscheidet sich mechanistisch von allen verfügbaren Therapien – ein echter First-in-Class-Kandidat.
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DBT 3757 könnte sowohl als Einzeltherapie wirken als auch in Kombinationen eingesetzt werden. Das Ziel: Behandlungsresistenzen überwinden und längere Remissionsphasen erreichen. Das günstige Sicherheitsprofil lässt zudem einen frühzeitigen Einsatz in Kombinationstherapien zu – ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Integration in Amgens Onkologie-Pipeline
Die Übernahme ergänzt Amgens bestehende Forschung im Bereich gezielter Proteinabbau und Leukämie-Therapeutika. Jay Bradner, Forschungschef bei Amgen, betonte die dringende Notwendigkeit neuer Mechanismen für AML-Patienten. Die Integration von Dark Blue soll die frühen Onkologie-Forschungsaktivitäten des Konzerns zusätzlich stärken.
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Dark Blue entstand als Spin-off der Universität Oxford und profitierte von Partnerschaften mit führenden akademischen Experten. Die wissenschaftliche Grundlage des MLLT1/3-Programms wurzelt in Erkenntnissen aus Oxford. Finanziert wurde das Unternehmen unter anderem von Oxford Science Enterprises, Bristol Myers Squibb und Evotec.
Schneller Weg zur Klinik?
Der Wirkstoff befindet sich in IND-enabling-Studien – der letzten Phase vor dem Antrag auf klinische Prüfung. Mit Amgens Ressourcen und Expertise dürfte sich die Entwicklung beschleunigen. Die Kalifornier bringen jahrzehntelange Erfahrung in Krebsbiologie, Herstellung und Vermarktung innovativer Medikamente mit.
Für Patienten mit akuter myeloischer Leukämie, die auf Standardtherapien nicht ansprechen, könnte DBT 3757 eine echte Alternative werden. Die Akquisition unterstreicht Amgens Strategie, frühzeitig in neuartige therapeutische Ansätze zu investieren – gerade bei schwer behandelbaren Krebsarten.
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