Amphenol Aktie: Bank of America streicht von US-1-Liste

Trotz eines Rekordumsatzes von 7,62 Milliarden Dollar fällt die Amphenol-Aktie. Analysten sehen den Rücksetzer als übertrieben an.

Amphenol Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzplus von 58 Prozent im ersten Quartal
  • Aktie verliert nach Zahlen rund sieben Prozent
  • Bank of America streicht Amphenol von Empfehlungsliste
  • Insider verkaufen Aktien im Wert von 95 Millionen Dollar

Rekordquartal, fallende Aktie. Bei Amphenol klaffen Fundamentaldaten und Kursentwicklung derzeit weit auseinander — und das Bild wird durch widersprüchliche Signale nicht einfacher.

Starke Zahlen, schwache Reaktion

Im ersten Quartal 2026 erzielte Amphenol einen Umsatz von 7,62 Milliarden Dollar — ein Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf die Erwartungen. Trotzdem verlor die Aktie nach den Zahlen rund sieben Prozent. Auf Monatssicht steht ein Minus von gut zwölf Prozent.

Der RSI liegt bei 73 — technisch überkauft, obwohl die Aktie rund 21 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch notiert. Ein ungewöhnliches Bild.

Bank of America zieht die Reißleine

Ein konkreter Auslöser für den Druck: Am 11. Mai strich die Bank of America Amphenol von ihrer sogenannten „US 1 List“ — einer Auswahl der nach Ansicht der Bank besten Investmentideen. Eine Herabstufung des Ratings gab es nicht. Allerdings signalisiert die Streichung, dass die Analysten das kurzfristige Aufwärtspotenzial geringer einschätzen als zuvor.

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Hinzu kommt Insider-Verkaufsdruck. CEO Richard Adam Norwitt veräußerte Anfang Mai rund 17.500 Aktien zu je 143,21 Dollar. In den vergangenen 90 Tagen verkauften Insider insgesamt Aktien im Wert von knapp 95 Millionen Dollar — ohne eine einzige gemeldete Kauftransaktion.

Wall Street bleibt konstruktiv

Das breite Analysten-Lager hält dagegen. Barclays hob das Kursziel auf 180 Dollar an und verwies auf organisches Wachstum quer durch alle Segmente. Citi zog nach, ebenfalls mit einem Ziel von 180 Dollar. Goldman Sachs und Jefferies teilen die bullishe Einschätzung. Von 18 erfassten Analysten empfehlen 15 die Aktie zum Kauf, drei raten zum Halten. Kein einziger rät zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 181 Dollar.

Das ist ein erheblicher Abstand zum aktuellen Kursniveau — und deutet darauf hin, dass die Mehrheit der Analysten den jüngsten Rücksetzer als übertrieben wertet.

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Solide Basis für das zweite Quartal

Für Q2 2026 erwartet Amphenol einen Umsatz zwischen 8,10 und 8,20 Milliarden Dollar. Das IT-Datacom-Segment nähert sich einem jährlichen Umsatzvolumen von zehn Milliarden Dollar — getrieben vom KI-Infrastrukturausbau, bei dem Amphenol als Lieferant von Hochgeschwindigkeits-Kupferverbindungen profitiert. Die Übernahme des CCS-Geschäfts von CommScope ergänzt das Portfolio um Glasfaserkompetenz.

Das Quartalsdividende von 0,25 Dollar je Aktie wird am 15. Juli an Aktionäre ausgezahlt, die am 23. Juni im Register stehen.

Die Frage ist, ob das Zusammenspiel aus BofA-Streichung und anhaltenden Insider-Verkäufen die Stimmung kurzfristig weiter belastet — oder ob die starken Q2-Erwartungen den Kurs wieder in Richtung der Analystenziele treiben. Die nächsten Quartalszahlen dürften die Antwort liefern.

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