Ams Osram schließt den Verkauf seines Sensorgeschäfts an Infineon erfolgreich ab. Der Halbleiterkonzern erhält dafür 570 Millionen Euro in bar. Anleger reagieren prompt und schicken die Aktie am Donnerstag um 5,23 Prozent auf 19,10 Euro nach oben.
Millionenregen für den Schuldenabbau
Der Verkauf der Sparte für nicht-optische Sensoren stand seit Monaten auf der Agenda. Nun meldete der Konzern zum 1. Juli den offiziellen Vollzug. CEO Aldo Kamper will den hohen Erlös vor allem zur Stärkung der Bilanz nutzen. Das Ziel: Ams Osram soll seine Schuldenlast spürbar senken.
Parallel dazu schärft das Management sein Profil. Das Unternehmen konzentriert sich künftig fast vollständig auf den Kernbereich Digital Photonics. Dieser Fokus soll das künftige Wachstum sichern. Die Trennung von Randbereichen reduziert zudem die operative Komplexität im Konzern.
Aktie setzt Erholungskurs fort
Der heutige Kurssprung untermauert eine beeindruckende Entwicklung. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus für die Aktie auf 124,71 Prozent. Marktbeobachter sehen darin Anzeichen für einen erfolgreichen Turnaround. Ein möglicher Rückzug von Leerverkäufern stützt den Kurs derzeit zusätzlich.
Charttechnisch bleibt die Lage solide. Die Aktie notiert aktuell rund 57 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 12,14 Euro. Der Relative-Stärke-Index liegt mit einem Wert von 47,6 im neutralen Bereich. Das Papier gilt damit trotz der jüngsten Gewinne nicht als überkauft.
Die jährliche Volatilität bleibt mit rund 91 Prozent branchenüblich hoch. Dennoch verbessert der Milliardenzufluss den finanziellen Spielraum des Konzerns ab sofort. Die sinkende Zinslast dürfte die künftigen Bilanzen entlasten. Anleger warten nun auf die Bestätigung dieser Entwicklung in den kommenden Quartalszahlen.
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