Analog Devices legt ein starkes Quartal vor und kauft sich zugleich tiefer in den Markt für KI-Infrastruktur ein. Das ist die eigentliche Story hinter der Aktie. Operativ läuft es rund, strategisch greift der Konzern nach einem größeren Stück vom Power-Geschäft in Rechenzentren.
Rekordquartal mit breiter Dynamik
Im zweiten Geschäftsquartal 2026 meldete Analog Devices einen Rekordumsatz von 3,62 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders kräftig zog das Geschäft mit Kommunikationstechnik an. Dort sprang der Umsatz um 79 Prozent nach oben. Im Industriegeschäft lag das Wachstum bei 56 Prozent.
Auch die Margen bleiben hoch. Die Bruttomarge lag bei 73 Prozent, die operative Marge bei 49 Prozent. Der freie Cashflow erreichte auf Zwölfmonatsbasis 4,6 Milliarden Dollar. Das zeigt, dass Wachstum und Ertragskraft bei diesem Konzern noch immer gut zusammenpassen.
An der Börse kommt das an. Die Aktie schloss die Woche in Frankfurt bei 342,00 Euro, nach einem Tagesplus von 3,45 Prozent. Auf Sicht von sieben Tagen liegt sie aber noch 4,76 Prozent im Minus. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 46,37 Prozent.
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Zukauf für die KI-Power-Kette
Parallel dazu baut Analog Devices sein Portfolio aus. Der Konzern übernimmt Empower Semiconductor für 1,5 Milliarden Dollar in bar. Ziel ist es, Spannungsregler und Silizium-Kondensator-Technologie in das eigene Angebot zu integrieren.
Der Hintergrund ist klar. Rechenzentren brauchen mehr Energieeffizienz und eine bessere Stromversorgung, weil KI-Anwendungen die Kapazitätsgrenzen verschieben. Genau dort will Analog Devices stärker mitverdienen. Der Abschluss der Transaktion ist für die zweite Hälfte 2026 vorgesehen.
Die Börse reagierte zwiespältig. Die Zahlen überzeugen. Der Zukauf macht die Wachstumsstory aber komplexer, weil Anleger jetzt auch auf Integration und Preis achten.
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Analysten bleiben konstruktiv
Der Markt blickt dennoch positiv auf den Titel. 34 Analysten stufen die Aktie im Schnitt mit „Buy“ ein. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 446,03 Dollar. Morgan Stanley, Wells Fargo und KeyBanc haben ihre Ziele nach der höheren Prognose für das laufende Quartal angepasst.
Die Prognose selbst ist ordentlich. Analog Devices erwartet im dritten Geschäftsquartal einen Umsatz von rund 3,9 Milliarden Dollar in der Mitte der Spanne. Das signalisiert, dass der Schwung aus dem starken zweiten Quartal nicht sofort abreißt.
Hinzu kommt die Dividende. Das Unternehmen hat eine Quartalsdividende von 1,10 Dollar je Aktie beschlossen. Das Ex-Dividenden-Datum liegt Anfang Juni, die Auszahlung folgt später im Monat.
Am 23. Mai 2026 notierte die Aktie in den USA bei 397,07 Dollar. Technisch bleibt das Bild gemischt: In Frankfurt liegt der Kurs mit 342,00 Euro rund 7,4 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch, aber klar über dem 200-Tage-Durchschnitt. Entscheidend wird nun, wie sauber Analog Devices das Empower-Geschäft integriert und ob die starke Nachfrage aus Industrie und Rechenzentren anhalten kann.
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