OpenAI galt lange als unangefochtener König der künstlichen Intelligenz. Nun verschieben sich die Machtverhältnisse an der Branchenspitze. Anthropic sichert sich eine historische Finanzierungsrunde und verdrängt den Rivalen vom Thron.
Ein Konsortium um Sequoia Capital, Altimeter, Dragoneer und Greenoaks pumpt 30 Milliarden US-Dollar in das KI-Unternehmen. Damit steigt die Bewertung von Anthropic auf rund 900 Milliarden Dollar. Der bisherige Platzhirsch OpenAI fällt mit einer Bewertung von 852 Milliarden Dollar auf den zweiten Rang zurück.
Jeder der Hauptinvestoren steuert mindestens zwei Milliarden Dollar bei. Auffällig ist die Zurückhaltung der bisherigen Großgeldgeber. Weder Amazon noch Google beteiligten sich an dieser Finanzierungsphase.
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Rasantes Wachstum im Firmenkundengeschäft
Das neue Preisschild stützt sich auf eine beispiellose Umsatzexplosion. Laut Finanzchef Krishna Rao kletterte der annualisierte wiederkehrende Umsatz (ARR) von neun Milliarden Dollar zu Jahresbeginn auf über 30 Milliarden Dollar Ende März. Analysten rechnen bis zur Jahresmitte mit einem Sprung auf 45 Milliarden Dollar.
Anthropic dominiert zunehmend den lukrativen B2B-Sektor. Im April wickelten US-Unternehmen 34,4 Prozent ihrer KI-Zahlungen über Claude ab. ChatGPT folgt mit 32,3 Prozent knapp dahinter. Treiber dieser Entwicklung ist die schnelle Adaption von „Claude Code“.
Das Unternehmen nutzt die eigene Technologie intensiv zur Effizienzsteigerung. Über 90 Prozent des internen Codes schreibt Claude mittlerweile selbst. Die Finanzabteilung automatisierte dutzende Workflows und drückte die Zeit für komplexe Reportings von mehreren Stunden auf rund 30 Minuten.
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Warnung an den Graumarkt und IPO-Pläne
Der Hype um die neue Finanzierungsrunde ruft Spekulanten auf den Plan. Auf privaten Handelsplattformen kursierten zuletzt implizite Bewertungen von fast einer Billion Dollar. Anthropic reagiert darauf mit einer klaren Ansage. Das Management erklärt jegliche unautorisierten Aktienverkäufe auf Sekundärmärkten für nichtig.
Parallel dazu baut das Management die Infrastruktur für künftige Modelle aus. Ein neuer Deal mit Google und Broadcom sichert ab 2027 eine Rechenleistung von fünf Gigawatt. Hinzu kommen Vereinbarungen über Amazons Trainium-Chips. Diese Hardware-Basis soll die Entwicklung von „Mythos“ stützen—einem spezialisierten Modell zur Erkennung von Zero-Day-Sicherheitslücken.
Die Mega-Finanzierung gilt am Markt als letzter privater Meilenstein. Investmentbanken bereiten hinter den Kulissen bereits den Börsengang vor. Ein IPO wird für das vierte Quartal erwartet, frühestens im Oktober dieses Jahres.
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