Antimony Resources meldet neue Spitzenwerte aus seinem Bohrprogramm in New Brunswick. Die Aktie reagiert darauf mit einem Kursrückgang. Ein Widerspruch, der sich bei näherem Hinsehen auflöst.
Am Montag bestätigte das Unternehmen Analyseergebnisse aus vier weiteren Bohrlöchern in der Hauptzone der Bald-Hill-Antimonlagerstätte. Bohrloch BH-26-20 lieferte 13,14 Prozent Antimon. Bohrloch BH-26-25 übertraf das deutlich: 16,65 Prozent an einer Stelle, 33,40 Prozent an einer anderen. Die meisten Erzgänge liegen in 100 bis 150 Metern Tiefe, eine Zone reicht bis auf 260 Meter hinunter.
Die Bohrungen sind Teil eines rund 18.000 Meter umfassenden Programms. Das Ziel: die bekannte Mineralisierung in der Hauptzone erweitern und neu entdeckte Zonen auf dem Grundstück erkunden.
Gold als Zusatzfund
Neben Antimon liefert Bald Hill noch einen zweiten Wertstoff. Projektpartner Globex Mining Enterprises meldete am 3. Juli Goldwerte aus Proben von über 45 Bohrlöchern in der Hauptzone. Der Spitzenwert lag bei 1,88 Gramm Gold pro Tonne über eine Strecke von 4,95 Metern.
Bemerkenswert: Die Goldvorkommen tauchen sowohl innerhalb der antimonreichen Zonen auf als auch in separaten, oft angrenzenden Bereichen. Für ein Explorationsprojekt ist das ein seltener Doppeltreffer.
Die bisher kartierte Antimonlagerstätte in der Hauptzone erstreckt sich über mehr als 600 Meter Länge und mindestens 350 Meter Tiefe. Die Mineralisierung bleibt in alle Richtungen offen. Die Erzgänge sind im Schnitt 4 bis 5 Meter breit, bei Gehalten zwischen 3 und 4 Prozent Antimon.
Kurs fällt trotz guter Nachrichten
Die Aktie notiert aktuell bei 0,38 Euro, ein Minus von 4,77 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht ein Rückgang von 7,11 Prozent zu Buche, auf Monatssicht sogar 13,67 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1,05 Euro aus dem März trennen die Aktie mittlerweile 64 Prozent.
Der Blick auf die letzten zwölf Monate relativiert die aktuelle Schwäche allerdings deutlich. Der Kurs liegt noch immer 341 Prozent über dem Niveau von vor einem Jahr, seit Jahresbeginn steht ein Plus von 16 Prozent. Der RSI von 42 signalisiert dabei keine Überverkauft-Situation, sondern eher eine Konsolidierung nach der starken Rally der vergangenen Monate.
Trotz des kurzfristigen Kursdrucks bekräftigte das Analysehaus GBC AG am Mittwoch seine Kaufempfehlung für Antimony Resources. Als Begründung nannten die Analysten den positiven Nachrichtenfluss rund um die hochgradigen Antimon- und Goldfunde. Die wiederholte Bestätigung signifikanter Antimongehalte reduziere schrittweise das geologische Risiko und verbessere die Datenbasis für künftige Lagerstättenmodelle, so die Einschätzung.
Die Diskrepanz zwischen Geologie und Kursverlauf bleibt damit bestehen. Während die Bohrergebnisse ein wachsendes und weiterhin offenes Vorkommen zeigen, bewegt sich der Aktienkurs mit einer annualisierten Volatilität von rund 102 Prozent in die entgegengesetzte Richtung. Das rund 18.000 Meter umfassende Bohrprogramm läuft weiter, weitere Ergebnisse aus bislang unbeprobten Zonen des Grundstücks dürften folgen.
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