Perpetua Resources hat in Idaho den Spatenstich für das Stibnite-Goldprojekt vollzogen — das einzige US-Bergwerk, das laut US-Verteidigungsministerium bis 2029 ausreichend Antimon für den Rüstungsbedarf liefern könnte. Für den gesamten nordamerikanischen Antimonsektor setzt das neue Maßstäbe. Und Antimony Resources mit seinem Bald-Hill-Projekt in New Brunswick rückt dabei stärker ins Blickfeld.
Ressourcenschätzung überfällig — Bohrprogramm läuft auf Hochtouren
Eigentlich sollte die erste NI-43-101-Ressourcenschätzung von SRK Consultants Ende Mai vorliegen. Sie steht noch aus. Das Konzeptziel: rund 2,7 Millionen Tonnen mit Gehalten zwischen 3 und 4 Prozent Antimon, verteilt über 700 Meter Streichlänge und 350 Meter Tiefe.
Seit Beginn des Bohrprogramms im April 2025 hat Antimony Resources 77 Bohrlöcher mit insgesamt mehr als 25.000 Metern abgeschlossen. Die Hauptzone erstreckt sich über 600 Meter Streichlänge bei Tiefen von 350 Metern und durchschnittlichen wahren Mächtigkeiten von vier bis fünf Metern. Die nächste Bohrphase, gestartet am 12. Mai, sieht rund 13.000 zusätzliche Meter in der Hauptzone vor — plus weitere 6.000 Meter zur Abgrenzung von drei neu entdeckten mineralisierten Zonen. Drei Bohrgeräte sind derzeit aktiv.
Das Unternehmen betont selbst, dass die bisher gemeldeten hochgradigen Stibnit-Intervalle vorläufig bleiben. Für eine bestätigte Mineralressource reichen die abgeschlossenen Arbeiten noch nicht aus.
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Genehmigungsverfahren läuft parallel
Im April startete Antimony Resources das Genehmigungsverfahren und beauftragte GEMTEC Consulting Engineers mit einem vollständigen regulatorischen Fahrplan. Erste Gespräche mit der Provinzregierung New Brunswick haben bereits stattgefunden — die Provinz signalisiert aktive Unterstützung über ihre eigene Strategie für kritische Mineralien. Eine formelle Genehmigungsantragsstellung ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Frühe Gespräche mit Metallhändlern über potenzielle Abnahmeverträge laufen ebenfalls.
CEO Jim Atkinson, ehemaliger Chefgeologe der Lake-George-Antimonmine in New Brunswick, brachte die strategische Ausgangslage auf den Punkt: „Es gibt keine primären Antimonproduzenten in Nordamerika.“ Kanada habe eine erhebliche Chance, die Versorgungslücke zu schließen.
Strukturelle Knappheit als Rückenwind
China hat sein Antimon-Exportverbot gegenüber den USA bis zum 27. November 2026 ausgesetzt, verlangt aber weiterhin Exportlizenzen und hat lediglich 11 Unternehmen für Lieferungen autorisiert. China kontrolliert 48 Prozent der globalen Minenproduktion und deckt 63 Prozent der US-Importe ab. Die USA produzieren seit 2001 kein heimisches Antimon mehr.
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Der globale Antimonmarkt wird derzeit auf rund 2,4 bis 2,5 Milliarden Dollar geschätzt und soll bis 2034/35 auf 4,1 bis 4,4 Milliarden Dollar wachsen — angetrieben von Rüstung, Elektronik und Hochtechnologie.
Die Aktie notiert bei 0,50 Euro, gut 52 Prozent unter dem März-Hoch von 1,05 Euro, hat aber seit Jahresbeginn rund 52 Prozent zugelegt. Mit einem RSI von 42,5 und einem Kurs unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 0,67 Euro spiegelt die Bewertung derzeit eher Skepsis als Euphorie wider.
Sobald SRK die Ressourcenschätzung veröffentlicht, wird sich zeigen, ob das konzeptionelle Zielbild von 2,7 Millionen Tonnen Substanz hat — oder ob Bald Hill neu bewertet werden muss.
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