Frische Bohrergebnisse aus Nebraska veranlassen Apex Critical Metals dazu, das laufende Explorationsprogramm vorzeitig auszuweiten. Neben einer bestätigten Streichlänge von über 700 Metern überrascht das Rift-Projekt mit einer ungewöhnlich hohen Konzentration an strategisch wichtigen Seltenen Erden. Gleichzeitig rückt das Unternehmen durch eine neue Kooperation näher an die US-Verteidigungsindustrie heran.

Phase I wird vergrößert

Der Auslöser für die Planänderung ist das Bohrloch RIFT26-002. Hier stießen die Geologen auf einen 81,6 Meter langen Abschnitt mit einem Gehalt an Selten-Erd-Oxiden (REO) von 2,02 Prozent. Zusammen mit historischen Daten deutet dies auf eine mineralisierte Zone hin, die in alle Richtungen offen bleibt. Da die Laborergebnisse für sieben weitere Bohrlöcher noch ausstehen, spiegelt das aktuelle Bild nur einen Bruchteil der diesjährigen Kampagne wider.

Ein technisches Detail hebt das Projekt von vielen vergleichbaren Lagerstätten ab. Die Proben zeigen eine extrem angereicherte Neodym-Praseodym-Zone (NdPr). Während der NdPr-Anteil bei Selten-Erd-Karbonatiten weltweit typischerweise zwischen 14 und 20 Prozent liegt, erreichte Apex hier auf einem Zehn-Meter-Abschnitt durchschnittlich 49 Prozent. Diese Elemente sind der wertvollste Bestandteil der Lagerstätte, da sie für Hochleistungsmagnete in der Elektromobilität unverzichtbar sind.

Strategische Nähe zum US-Militär

Die operativen Fortschritte fallen in eine Zeit wachsenden geopolitischen Interesses an heimischen Lieferketten. Im Februar sicherte sich Apex die Aufnahme in das US Defense Industrial Base Consortium (DIBC). Diese vom US-Verteidigungsministerium unterstützte Initiative soll die Versorgung mit kritischen Materialien für Rüstungs- und Technologiefirmen absichern. Die Mitgliedschaft öffnet dem Explorer direkte Türen zu staatlich geförderten Programmen.

Diese fundamentalen Entwicklungen untermauern die langfristige Aufwärtsbewegung des Papiers. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet der Titel ein massives Plus von rund 182 Prozent, auch wenn der Kurs am heutigen Handelstag leicht auf 1,44 Euro nachgab.

In den kommenden Wochen liegt der Fokus auf dem stetigen Datenfluss. Die ausstehenden Laborergebnisse der rund 5.200 gebohrten Meter fließen direkt in ein aktualisiertes geologisches 3D-Modell ein, das als Grundlage für die genaue Platzierung der erweiterten Phase-I-Bohrungen dienen wird.