Der Silber-Explorer rutscht weiter ab. Am Dienstag notiert die Apollo Silver Aktie bei 1,61 Euro – ein Minus von acht Prozent an einem Tag. Auf Monatssicht summiert sich der Verlust auf 24 Prozent. Der Kurs liegt damit 51 Prozent unter dem Hoch vom März.

Damit notiert die Aktie auf dem tiefsten Stand seit Jahresbeginn. Der RSI von 37,1 deutet auf eine angespannte Lage hin – aber noch nicht auf überverkaufte Niveaus. Die Volatilität bleibt mit annualisiert 72 Prozent extrem hoch.

Das wichtigste Projekt kommt nur langsam voran

Apollo Silvers Hoffnungsträger ist der Calico-Silberkomplex in Kalifornien. Das Unternehmen bezeichnet ihn als eines der größten unerschlossenen primären Silbervorkommen der USA. Im Mai meldete Apollo Silbergehalte von bis zu 1.280 Gramm pro Tonne sowie 76 Prozent Barium – ein kritisches Mineral für die US-Energie- und Medizinbranche.

Seit März läuft eine Preliminary Economic Assessment (PEA) für Calico. Das Beratungsunternehmen SLR Consulting prüft die wirtschaftliche Machbarkeit. Ein Abschluss steht noch aus. Parallel hält Apollo eine Option auf das Cinco-de-Mayo-Projekt in Mexiko, das auf carbonatgebundene Lagerstätten mit hohen Gehalten setzt. Auch hier gibt es keine neuen Meilensteine.

Silberpreis und Markt spielen mit

Apollo Silver ist ein reiner Explorationswert – keine Produktion, keine Einnahmen. Der Aktienkurs lebt von Fortschritten bei den Projekten und der Stimmung für Silber als kritischem Rohstoff. Beide Faktoren liefen zuletzt gegen das Unternehmen. Während der Silberpreis seit April nachgab, fehlten konkrete Neuigkeiten zu Calico.

Die Aktie kostet mit 1,61 Euro kaum mehr als das 52-Wochen-Tief von 1,53 Euro. Der Abstand zum gleitenden 50-Tage-Durchschnitt von 1,99 Euro beträgt 19 Prozent. Anzeichen für eine Trendwende gibt es bislang nicht. Die nächsten Impulse könnten die Ergebnisse der laufenden PEA für Calico liefern – hier liegt Apollo Silvers einziger Hebel für eine substanzielle Neubewertung.