Apple bricht Rekorde und bereitet den größten Umbruch der Konzerngeschichte vor. Die Marktkapitalisierung übersprang kurzzeitig die historische Marke von 5 Billionen US-Dollar. Parallel dazu steht in Cupertino ein Wachwechsel an der Spitze bevor: Tim Cook bereitet seinen Rückzug aus dem operativen Geschäft vor.

Der Konzern verändert sein Geschäftsmodell fundamental. In Kooperation mit Klarna startet in den USA das Programm „Apple Upgrade“. Kunden leasen Geräte wie das iPhone oder den Mac gegen eine monatliche Gebühr. Apple wandelt sich damit zum „Hardware-as-a-Service“-Anbieter.

Diese Strategie soll die Austauschzyklen der Hardware verkürzen. Ein iPhone kostet in diesem Modell monatlich ab 17,99 US-Dollar. Für Mac-Modelle werden mindestens 24,99 US-Dollar fällig. Das Ziel ist eine Verschiebung von Einmalverkäufen hin zu dauerhaften Abo-Einnahmen.

Wachwechsel in der Chefetage

Die kommenden Quartalszahlen markieren einen historischen Wendepunkt. Es ist der letzte Bilanztermin unter der operativen Führung von Tim Cook. Der langjährige CEO wechselt in die Rolle des Executive Chairman. John Ternus übernimmt die Leitung des wertvollsten Unternehmens der Welt.

Investoren setzen auf Apples effizienten KI-Ansatz. Während Konkurrenten Milliarden in teure Rechenzentren investieren, nutzt Apple die Rechenkraft der Endgeräte. Der Markt honoriert diesen Weg mit deutlichen Kursgewinnen seit Jahresbeginn. Die Services-Sparte soll im laufenden Quartal einen Rekordumsatz zwischen 31 und 32 Milliarden US-Dollar erzielen.

Technische Warnsignale am Rekordhoch

An der Börse herrscht derweil Euphorie. Das Papier notiert bei 298,55 Euro und damit nur hauchdünn unter seinem Rekordhoch. Allerdings signalisiert der Relative-Stärke-Index von 70,2 eine technisch überreizte Situation. Der Kurs liegt aktuell deutlich über seinem längerfristigen Durchschnitt.

Ende Juli liefert Finanzchef Kevan Parekh die entscheidenden Details zur Nachfrage nach der neuen iPhone-Generation. Dann wird sich zeigen, wie stark das Leasing-Modell das Sommerquartal bereits stützen kann. Der Fokus liegt klar auf der Umsatzprognose für das Schlussquartal 2026.