Apple bereitet sich auf eine der bedeutendsten Produktvorstellungen seiner jüngeren Geschichte vor. Am 9. September wird der Konzern in Cupertino unter dem Titel „Surprise and shine“ neue Hardware präsentieren. Es ist das erste Mal, dass John Ternus das Event als CEO leiten wird, nachdem er den Posten am 1. September offiziell von Tim Cook übernimmt, der in die Rolle des Executive Chairman wechselt.

Im Zentrum der Erwartungen steht neben der iPhone 18-Serie die Enthüllung des ersten faltbaren iPhones, das in Fachkreisen als „iPhone Ultra“ gehandelt wird.

Das erste faltbare iPhone und der neue CEO

Das faltbare Gerät soll laut Marktanalysen von IDC einen Preis zwischen 2.000 und 2.500 US-Dollar aufrufen. Analysten rechnen damit, dass Apple im ersten Jahr über zehn Millionen Einheiten dieses Typs ausliefern könnte.

Das Gerät soll im aufgeklappten Zustand ein Display von etwa 7,8 Zoll bieten und über eine Touch-ID sowie zwei 48-Megapixel-Kameras verfügen. Während die Pro-Modelle des iPhone 18 mit dem neuen A20-Pro-Chip erwartet werden, verzögert sich der Marktstart des regulären iPhone 18 laut Medienberichten vermutlich bis in das Frühjahr 2027.

Für John Ternus stellt dieses Event eine Feuerprobe dar. Er übernimmt die Führung in einer Phase, in der Apple seine Hardware-Strategie massiv auf Künstliche Intelligenz ausrichtet. Während der Konzern unter Tim Cook über 15 Jahre ein massives Umsatzwachstum verzeichnete, muss Ternus nun beweisen, dass das Ökosystem auch in neuen Formfaktoren wie faltbaren Displays seine Dominanz behaupten kann.

Chip-Offensive und Kostendisziplin

Parallel zum Smartphone-Geschäft hat Apple seine Desktop-Sparte mit einer neuen Chip-Generation verstärkt. Am Dienstag stellte das Unternehmen den M6-Chip vor, der als erster Prozessor in 2-Nanometer-Bauweise gefertigt wird und die Rechenleistung für lokale KI-Anwendungen deutlich steigern soll.

Gemeinsam mit dem M5 Ultra, der eine deutlich erhöhte Bandbreite bietet, will Apple den Mac Studio und den Mac mini für professionelle AI-Workloads positionieren. Gleichzeitig hob der Konzern die Preise an: Der Mac mini mit M6-Chip startet nun bei 899 US-Dollar.

Der personelle Umbau geht indes mit einem Stellenabbau in anderen Bereichen einher. Medienberichten zufolge entlässt Apple rund 150 bis 200 Mitarbeiter, vornehmlich in den Abteilungen für die Computerbrille Vision Pro und den Sprachassistenten Siri.

Dieser Schritt unterstreicht die interne Verschiebung der Prioritäten hin zu generativer Künstlicher Intelligenz und weg von weniger margenstarken AR-Projekten. Das Gaming-Team wurde laut Berichten fast vollständig aufgelöst, um Kapazitäten für neue KI-Features in macOS 27 freizumachen.

Marktlage und Ausblick

Trotz der Sparmaßnahmen in der Hardware-Entwicklung bleibt Apple im Kerngeschäft stark. Laut Marktdaten von Counterpoint und Omdia konnte Apple im zweiten Quartal 2026 einen Rekordmarktanteil von 20 Prozent im Smartphone-Segment erzielen und profitierte dabei von einer stabilen Nachfrage nach dem iPhone 17, während Wettbewerber unter einer Speicherkrise am Halbleitermarkt litten.

An der Börse zeigt sich das Papier heute mit einer stabilen Tendenz. Der aktuelle Kurs notiert bei 269,80 €, womit die Aktie seit Jahresbeginn ein Plus von 16 % verzeichnet. Mit einem Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von -0,6 % verweilt der Titel in einer Konsolidierungsphase unmittelbar vor den anstehenden Produktankündigungen, während Anleger die Preisstrategie für die neue iPhone-Generation genau beobachten.