Apple mit Rekordzahlen, iPhone weiter Marktführer, Aktie wieder gefragt

Apple meldet positive Quartalsergebnisse und setzt auf eigene Chips und AR-Technologie, während Microsoft die höhere Marktkapitalisierung erreicht.

Kurz & knapp:
  • Positive Quartalszahlen trotz Wettbewerbsdruck
  • Eigene Chips stärken Unabhängigkeit von Zulieferern
  • Fokus auf KI, AR und Gesundheitstechnologie
  • Microsoft überholt Apple bei Marktkapitalisierung

Apple ist nach den Earnings mit Rekordzahlen gefragt, denn das iPhone bleibt Marktführer. Wie geht es mit der Aktie weiter? Dies analysieren wir heute im Format „Aktien im Fokus“.

Apple überrascht die Börse

Die Geschichte von Apple ist untrennbar mit der Person Steve Jobs und dem Anspruch verbunden, Technologie und Design zu einer einzigartigen Nutzererfahrung zu verschmelzen. Gegründet wurde Apple 1976 von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne in einer Garage im kalifornischen Los Altos. Mit dem Apple II gelang früh der kommerzielle Durchbruch, doch erst der Macintosh setzte 1984 mit grafischer Benutzeroberfläche und Maus neue Maßstäbe in der Computerindustrie. Trotz dieser Innovationskraft geriet Apple in den 1990er-Jahren in eine strategische Krise, geprägt von einem unübersichtlichen Produktportfolio und sinkender Profitabilität.

Der Börsengang erfolgte bereits 1980 und war einer der spektakulärsten seiner Zeit. Dennoch blieb die Aktie über viele Jahre volatil und spiegelte die operativen Schwierigkeiten wider. Erst mit der Rückkehr von Steve Jobs im Jahr 1997 begann eine fundamentale Neuausrichtung. Apple verschlankte das Produktangebot radikal, fokussierte sich auf integrierte Hard- und Softwarelösungen und positionierte sich zunehmend als Premiumanbieter. Produkte wie der iMac, später der iPod und insbesondere das iPhone markierten den Übergang von einem Nischen-Computerhersteller zu einem globalen Konsumgüter- und Technologiekonzern.

Der Geschäftsverlauf der vergangenen anderthalb Jahrzehnte war von außergewöhnlicher Skalierung geprägt. Das iPhone entwickelte sich zum zentralen Umsatz- und Gewinnträger, während ergänzende Produkte wie iPad, Mac, Apple Watch und AirPods das Ökosystem abrundeten. Parallel baute Apple das margenstarke Servicegeschäft aus – von App Store über Apple Music bis hin zu Cloud- und Zahlungsdiensten. Diese Kombination aus Hardware, Software und Services verschaffte dem Unternehmen eine hohe Kundenbindung und außergewöhnliche Preissetzungsmacht.

An der Börse spiegelte sich diese Entwicklung in einer beispiellosen Wertsteigerung wider. Insbesondere seit den 2010er-Jahren entwickelte sich die Apple-Aktie zu einem der leistungsstärksten Large-Cap-Titel weltweit. Massive freie Cashflows ermöglichten umfangreiche Aktienrückkäufe und stetig steigende Dividenden, wodurch Apple auch für einkommensorientierte Investoren attraktiv wurde. Zeitweise wurde der Konzern zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt – ein Ausdruck des Vertrauens des Marktes in die Stabilität des Geschäftsmodells.

Der Ausblick für Apple ist weniger von disruptiven Technologiesprüngen als von inkrementeller Innovation geprägt. Wachstumstreiber bleiben das Servicegeschäft, neue Chip-Architekturen aus eigener Entwicklung sowie potenzielle Erweiterungen in Bereichen wie Augmented Reality und Gesundheitsanwendungen. Gleichzeitig stellen Marktsättigung im Smartphone-Segment, regulatorischer Druck und geopolitische Abhängigkeiten Risiken dar. Dennoch verfügt Apple über eine einzigartige Kombination aus Markenstärke, finanzieller Schlagkraft und Ökosystem-Tiefe. Für Investoren bleibt die Aktie damit weniger eine Wette auf schnelle Expansion als auf nachhaltige, hochprofitable Wertschöpfung eines der solidesten Konzerne der globalen Technologiebranche.
Mit dem iPhone erzielt man weiterhin den größten Umsatzanteil und hat das meistverkaufte Smartphone im Sortiment. Doch auch die Services wachsen stark, worauf wir ebenfalls nach der gestrigen Bilanz blicken. Welche Chancen ergeben sich im Chartbild?

Das Video zur Apple Aktienanalyse

Im Format „US-Aktien im Fokus“ nehmen Roland Jegen und Andreas Bernstein regelmäßig US-Aktien näher unter die Lupe. Die Analysen konzentrieren sich dabei sowohl auf Fundamentaldaten als auch auf die Charttechnik.

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Was lässt sich im weiteren Verlauf erwarten? Alle Insights erhalten Sie in unserem Video:

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Aktien Research Andreas Bernstein

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