Tim Cooks mögliches Abschiedsgeschenk an Apple-Aktionäre ist ambitioniert: Bloomberg-Journalist Mark Gurman berichtet, dass der Konzern sechs völlig neue Produktkategorien parallel entwickelt — die breiteste Hardware-Offensive seit dem Vision Pro.
Die Liste umfasst KI-AirPods, eine smarte Brille, einen tragbaren Anhänger, ein Smart-Home-Display, einen Tischroboter und eine Sicherheitskamera. Gurman ordnet die Entwicklung auch in den bevorstehenden Führungswechsel ein: Cook soll Ende 2026 von John Ternus als CEO abgelöst werden.
Drei Produkte für das Zuhause
Drei der sechs Kategorien bilden eine neue Apple-Home-Familie. Am weitesten fortgeschritten ist ein Smart-Display — intern als „HomePad“ oder „HomePod Touch“ gehandelt, ohne dass Apple einen Namen bestätigt hat. Das Gerät soll noch in diesem Herbst erscheinen: ein 7-Zoll-Touchscreen als HomeKit-Zentrale mit Frontkamera für FaceTime.
Der Tischroboter ist für 2027 geplant, könnte sich laut Gurman aber auf 2028 verschieben. Die Sicherheitskamera soll ebenfalls noch dieses Jahr folgen.
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Brille, Anhänger, smarte Ohrstöpsel
Bei den körpernahen Produkten peilt Apple die smarte Brille für Ende 2026 an — rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft und als Antwort auf wachsenden Wettbewerb. Das Gerät setzt auf Kameras, Audio und Siri, verzichtet aber auf ein eingebautes Display.
Der Anhänger soll als „Augen und Ohren“ des iPhones fungieren: eine permanent aktive Kamera kombiniert mit einem Mikrofon für Siri-Eingaben. Analyst Ming-Chi Kuo zufolge plant Apple außerdem AirPods mit Kameramodulen — ausgestattet mit einer Infrarotkamera ähnlich dem Face-ID-Sensor des iPhones.
Gegenwind beim Servicegeschäft
Während die Hardware-Pipeline wächst, warnt das Analysehaus MoffettNathanson vor Risiken im margenstarken Servicegeschäft. Die Analysten bekräftigten ihre neutrale Einschätzung und verwiesen auf aktuelle Sensor-Tower-Daten, die erstmals echte Verhaltensänderungen bei App-Store-Käufen andeuten — ein potenzieller Gegenwind für das Wachstum der Servicesparte.
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Hinzu kommen Lieferkettenprobleme: Speicherengpässe könnten mehrere Produktstarts in die zweite Hälfte 2026 oder ins Frühjahr 2027 verschieben, darunter auch das Mac Studio und ein neues MacBook Pro mit Touchscreen.
iPhone als Dreh- und Angelpunkt
Die Apple-Aktie notiert bei rund 233 Euro und liegt damit rund 6,6 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt — der Markt preist die Produktoffensive bislang gelassen ein.
Die eigentliche strategische Frage hinter dem Expansionskurs: Ob Smart-Display, KI-AirPods und Brille ihre volle Funktionalität nur in Kombination mit einem iPhone entfalten, entscheidet darüber, ob Apple das Ökosystem stärkt — oder neue Käufer abschreckt, die kein iPhone besitzen. Erste Antworten dürfte der Herbst liefern, wenn das Smart-Home-Display als erstes der sechs Produkte in den Handel kommt.
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