Arbutus Biopharma hat den Erwerb eigener Anteilsscheine im Rahmen eines modifizierten Dutch-Auction-Verfahrens abgeschlossen. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, kaufte der Konzern insgesamt 46.000.000 Aktien zu einem Preis von 5,00 US$ je Anteilsschein zurück.

Das Transaktionsvolumen beläuft sich auf 230 Millionen US$. Die Aktie von Arbutus verliert heute 2,7 Prozent auf 3,94 Euro, nachdem sie gestern bei 4,05 Euro aus dem Handel gegangen war.

Hohe Andienung führt zu Zuteilungsbeschränkung

Das Angebot stieß bei den Aktionären auf eine deutliche Nachfrage. Mit dem Erwerb der 46.000.000 Papiere zieht Arbutus rund 23 Prozent der gesamten ausstehenden Stammaktien ein. Aufgrund der deutlichen Überzeichnung griff bei der Abwicklung eine Kürzung: Für die berechtigten Angebote zum Festpreis beziehungsweise im Auktionsrahmen wurde eine Zuteilungsquote von 55,6 Prozent angewendet.

Ergänzend dazu wurden 9.307.231 Aktien im Wege anteiliger Andienungen berücksichtigt. Die finale Abrechnung und Abwicklung der gesamten Transaktion wird voraussichtlich am oder um den 5. Oktober stattfinden.

Bereits am Mittwoch hatte Arbutus vorläufige Zahlen für das Rückkaufprogramm vorgelegt. Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich das rege Interesse der Investoren bereits ab, da insgesamt 65.907.215 Anteilsscheine zu oder unter der Marke von 5,00 US$ zur Andienung eingereicht worden waren.

Unternehmenskontext und Transaktionsumfeld

Die Vollendung dieses umfangreichen Rückkaufs stellt einen markanten Schritt in der Kapitalallokation von Arbutus dar. Vor über einem Monat hatte das Unternehmen Patentklagen gegen Pfizer und BioNTech eingereicht. Vor rund einem Monat wiederum hatte Whitefort Capital eine Beteiligungsmeldung für Arbutus veröffentlicht.

Auch in der Führungsebene gab es in den vergangenen Wochen meldepflichtige Transaktionen. Bei CEO Lindsay Androski fielen am 18. September Transaktionen im Rahmen von Optionsausübungen sowie Steuereinbehalte an, bei denen 82.527 Aktien zur Deckung der Ausübungspreise einbehalten wurden.

Mit dem planmäßigen Vollzug des 230-Millionen-Dollar-Rückkaufs verringert das Unternehmen seine Aktienbasis signifikant. Für die Anleger richtet sich der Blick nach dem Abschluss des Auktionsverfahrens nun auf die anstehende finale Wertstellung in der kommenden Woche.