Arm vollzieht einen historischen Strategiewechsel. Das Unternehmen wandelt sich vom reinen Lizenzgeber zum Hardware-Produzenten und stellt mit der „AGI CPU“ seinen ersten eigenen Chip für KI-Rechenzentren vor. Damit positioniert sich der Konzern als direkter Konkurrent zu den etablierten Größen Intel und AMD.
Angriff auf die Rechenzentren
Der neue Prozessor basiert auf der Neoverse-V3-Architektur und wird im fortschrittlichen 3-Nanometer-Verfahren bei TSMC gefertigt. Mit bis zu 136 Kernen zielt Arm auf maximale Effizienz ab. Interne Schätzungen versprechen eine Verdopplung der Leistung pro Rack im Vergleich zu herkömmlichen x86-Architekturen. Für Betreiber von Rechenzentren könnte dies erhebliche Einsparungen bei den Investitionskosten bedeuten.
Besonders schwer wiegt die Unterstützung prominenter Partner. Meta fungiert als Hauptpartner und war bereits eng in die Entwicklung involviert. Auch Schwergewichte wie OpenAI und SAP gehören zum Kreis der Erstnutzer. Dieser Schritt markiert den Übergang zu einem neuen Erlösmodell, das langfristig das Wachstum sichern soll, während das klassische Lizenzgeschäft parallel weitergeführt wird.
Ambitionierte Umsatzziele
Die finanziellen Ambitionen sind hoch gesteckt. Bis zum Jahr 2031 will Arm allein mit der neuen Chip-Sparte einen jährlichen Umsatz von 15 Milliarden US-Dollar erzielen. Zusammen mit den angestammten Geschäftsbereichen strebt das Management bis zum Ende des Jahrzehnts einen Gesamtumsatz von rund 25 Milliarden US-Dollar an. Analysten reagierten bereits mit angehobenen Kurszielen auf die Pläne, da der Markt für Rechenzentren bis 2030 auf ein Volumen von 100 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.
An der Börse sorgte die Ankündigung für Bewegung, wenngleich die Aktie am Freitag mit einem Minus von knapp acht Prozent auf 124,40 Euro deutlich unter Druck geriet. Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf die operative Umsetzung des ehrgeizigen Fahrplans. Die Massenproduktion der neuen Chips ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Erst dann wird sich zeigen, wie schnell die großen Cloud-Anbieter die neue Architektur tatsächlich adaptieren.
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