Arm Holdings betritt erstmals in seiner über 30-jährigen Geschichte das Terrain der eigenen Chip-Produktion. Die Ankündigung des sogenannten AGI CPU hat die Aktie nachbörslich um mehr als 8 Prozent nach oben katapultiert – und das aus gutem Grund.
Im Kern des Aufsehens steht ein neuer, hauseigener Datencenter-Prozessor, der speziell für sogenannte Agentic-AI-Workloads konzipiert wurde. Meta fungiert dabei als Lead-Partner und Co-Entwickler. Der Chip soll neben Metas eigener Beschleuniger-Hardware eingesetzt werden und verspricht laut Hersteller mehr als doppelt so viel Rechenleistung pro Rack verglichen mit x86-Prozessoren.
Milliarden-Prognose als Kursmotor
CEO Rene Haas legt die Latte hoch: Bis 2031 soll allein der neue Chip jährlich rund 15 Milliarden Dollar Umsatz beisteuern. Die langfristigen Gewinnziele sind entsprechend ambitioniert – für das Geschäftsjahr 2028 werden 3 Dollar je Aktie angepeilt, bis 2031 sollen es 9 Dollar sein.
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Analyst Simon Leopold von Raymond James hat die Aktie daraufhin von „Market Perform“ auf „Outperform“ hochgestuft und ein Kursziel von 166 Dollar ausgegeben. Er hatte den Schwenk hin zur eigenen Chip-Fertigung bereits früher als sinnvollen Schritt angesehen. HSBC geht noch weiter und nennt 205 Dollar als Zielmarke, gestützt auf Wachstumspotenzial im KI-Server-Markt.
Das Ökosystem hinter dem Chip liest sich wie ein Who’s who der Tech-Branche: AWS, Google, Microsoft, NVIDIA, Broadcom, Micron, Samsung und TSMC gehören zu den über 50 Unternehmen, die ihre Unterstützung signalisiert haben. Produktionsseitig liefern TSMC mit 3-Nanometer-Prozess, während OEM-Partner wie Lenovo, Supermicro und Quanta erste Systeme bereits verfügbar machen – breitere Verfügbarkeit ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.
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Bewertung bleibt das Zünglein an der Waage
Bei aller Euphorie verdient ein Blick auf die Bewertung Beachtung. Die Aktie notiert aktuell bei rund 135 Dollar und damit bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 178. Laut Analystenmodellen erscheint der Titel auf Basis fundamentaler Kennzahlen bereits ausgereizt – trotzdem haben 19 Analysten ihre Gewinnschätzungen für den kommenden Berichtszeitraum nach oben revidiert.
Das Spannungsfeld zwischen ambitionierten Wachstumszielen und einer bereits hohen Bewertung dürfte die Aktie in den kommenden Monaten prägen. Ob die proklamierten Umsatzmilliarden termingerecht eintreffen, wird der entscheidende Prüfstein sein.
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