Rene Haas soll das KI-Netzwerk von SoftBank enger knüpfen. Der Arm-Chef übernimmt zusätzlich die Leitung von SoftBank Group International (SBGI). Damit rückt der Chip-Designer noch stärker in das Zentrum der japanischen Konzernstrategie.
Strategische Bündelung der KI-Hardware
Haas behält seinen Posten bei Arm und seinen Sitz im SoftBank-Board. In seiner neuen Rolle koordiniert er künftig die internationalen Beteiligungen. Er soll die Abstimmung zwischen den Halbleiter- und KI-Firmen der Muttergesellschaft verbessern. Dazu gehören Unternehmen wie Graphcore und Ampere Computing.
SoftBank will so die Schlagkraft im Bereich KI-Hardware erhöhen. Das Ziel: Die 22 Millionen Entwickler im Arm-Ökosystem besser mit anderen Konzerntöchtern vernetzen.
Kursrallye führt zu Bewertungsfragen
Die Börse reagiert positiv auf die personelle Weichenstellung. Die Arm-Aktie stieg heute um rund acht Prozent auf 161 Euro. Damit markiert das Papier ein neues 52-Wochen-Hoch.
Seit Jahresbeginn hat der Kurs bereits um über 64 Prozent zugelegt. Trotz der Kursrallye warnen einige Marktbeobachter vor der hohen Bewertung. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell bei 235. Entsprechend weit gehen die Meinungen der Analysten auseinander.
Mizuho nennt ein Kursziel von 230 US-Dollar. Goldman Sachs sieht den fairen Wert hingegen bei lediglich 125 US-Dollar. Morgan Stanley stuft die Aktie mit einem Ziel von 150 US-Dollar als „Equal Weight“ ein.
Im Mai veröffentlicht Arm die nächsten Quartalszahlen. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 0,50 US-Dollar. Parallel dazu beobachten Marktteilnehmer die jüngsten Anteilsverkäufe durch das Management. Rene Haas und weitere Insider nutzten zuletzt automatisierte Handelspläne für Veräußerungen.
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