Die Auftragsbücher quellen über, die Prognosen steigen. Während der breite Tech-Sektor nach den jüngsten US-Inflationsdaten eine Atempause einlegt, schraubt ASML seine Erwartungen kräftig nach oben. Der Chipanlagenbauer profitiert von einem massiven Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage.
Für das Geschäftsjahr 2026 peilt das Management nun einen Umsatz von bis zu 47,19 Milliarden US-Dollar an. Das Fundament dafür bildet ein prall gefüllter Auftragsbestand, der sich zuletzt auf gut 45 Milliarden Dollar summierte.
CEO Christophe Fouquet sieht den Markt in einer klaren Schieflage. Die Nachfrage nach Halbleitern übersteigt die weltweiten Produktionskapazitäten bei weitem. Besonders im Bereich des High-Performance-Computing und der Künstlichen Intelligenz sind die EUV-Lithografiesysteme der Niederländer unverzichtbar für die Fertigung modernster Chips.
Geopolitik bremst das China-Geschäft
Trotz der vollen Kassen navigiert der Konzern durch ein komplexes regulatorisches Umfeld. In Washington debattieren US-Gesetzgeber aktuell den sogenannten MATCH-Act. Dieses Gesetz könnte den Verkauf und die Wartung älterer DUV-Anlagen an chinesische Kunden weiter einschränken.
ASML hat seine Erwartungen für den chinesischen Markt bereits angepasst. Der Umsatzanteil aus China soll im laufenden Jahr auf rund 20 Prozent sinken. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei etwa einem Drittel. Diese Verschiebung spiegelt schärfere Exportkontrollen und eine Normalisierung der dortigen Nachfrage wider.
Aktie nahe Rekordhoch
An der Börse wird die operative Stärke honoriert. Die ASML-Aktie notiert mit 1.337 Euro nur knapp unter ihrem jüngsten 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht ein Kursplus von über 35 Prozent auf der Anzeigetafel. Flankiert wird diese Entwicklung von laufenden Aktienrückkäufen, die das Unternehmen in dieser Woche weiter umgesetzt hat.
Um das obere Ende der neuen Umsatzziele zu erreichen, muss ASML nun die Produktion seiner EUV-Systeme hochfahren. Die technologische Roadmap sieht vor, den Durchsatz der Anlagen bis zum Ende des Jahrzehnts deutlich zu steigern. Vorerst liegt der Fokus des Managements jedoch darauf, den milliardenschweren Auftragsstau abzuarbeiten und den Übergang zur nächsten Anlagengeneration reibungslos zu gestalten.
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