99 Prozent der ASML-Umsätze fließen aus dem außereuropäischen Ausland in die Niederlande. Kein Wunder, dass Konzernchef Christophe Fouquet nun deutliche Worte für die europäische Regulierungswut findet. Der CEO warnt davor, dass der strenge „AI Act“ der EU heimische Firmen im globalen KI-Rennen ins Abseits drängt.
Kritik am Regelwerk
Fouquet fordert ein radikales Umdenken. Anstatt Innovationen durch starre Gesetze abzuwürgen, müsse Europa die heimische Nachfrage nach Zukunftstechnologien stimulieren. Der ASML-Chef bringt sogar eine komplette Rücknahme des EU-KI-Gesetzes ins Spiel, um den Rückstand auf die USA und China nicht weiter anwachsen zu lassen.
Parallel dazu mahnt er eine konsistente Linie bei den Chip-Exporten an. Schärfere Restriktionen würden lediglich dazu führen, dass Peking die Entwicklung eigener Technologien massiv beschleunigt.
KI-Boom treibt die Zahlen
An der Börse ignorieren Investoren die politischen Störfeuer. Die ASML-Papiere markierten am Freitag bei 1.403,40 Euro ein neues Allzeithoch. Seit Jahresbeginn steht damit ein sattes Kursplus von 42 Prozent auf der Anzeigetafel.
Operativ untermauert der Ausrüster diese Bewertung. Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete das Unternehmen einen Nettoumsatz von 8,8 Milliarden Euro. Die Marktkapitalisierung übersteigt mittlerweile die Marke von 600 Milliarden US-Dollar deutlich.
UBS sieht weiteres Potenzial
Die Analysten der UBS stufen ASML wieder als europäischen Top-Pick im Halbleitersektor ein. Das neue Kursziel liegt bei 1.900 Euro. Die Investmentbank rechnet damit, dass die Erlöse aus der EUV-Lithografie im Jahr 2027 um 37 Prozent in die Höhe schnellen.
Ein wesentlicher Treiber ist die neue High-NA-EUV-Technologie, die Chipherstellern massive Kosteneinsparungen verspricht. Solche Effizienzgewinne sind entscheidend. Der globale Halbleitermarkt wird laut Prognosen von TSMC bis 2030 ein Volumen von 1,5 Billionen US-Dollar erreichen.
Trotz makroökonomischer Risiken wie steigender Zinsen bleibt das Fundament intakt. Globale Speicherhersteller und Foundry-Giganten investieren aggressiv in neue Kapazitäten für KI-Anwendungen. Dieser massive Kapitalfluss sichert ASML einen prall gefüllten Auftragsbestand und zementiert die Monopolstellung bei modernsten Lithografie-Systemen.
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