AST SpaceMobile meldet sich mit einem Erfolg im All zurück. Drei neue Satelliten der BlueBird-Serie erreichten am Mittwochmorgen sicher ihre Umlaufbahn. Die Mission markiert einen Wendepunkt für das geplante Mobilfunknetz aus dem Orbit.
Rekordverdächtige Technik im All
Eine Falcon-9-Rakete von SpaceX brachte die Fracht von Cape Canaveral aus in den Weltraum. Die neuen Anlagen verfügen über gigantische Antennenflächen von rund 220 Quadratmetern. Damit betreibt das Unternehmen die größten kommerziellen Kommunikationsarrays in der erdnahen Umlaufbahn.
Die Technik verspricht einen deutlichen Leistungssprung. Die Satelliten ermöglichen Datenraten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde. Das entspricht einer Verdopplung der bisherigen Geschwindigkeit. Nutzer können damit Sprache, Video und Breitbanddaten direkt auf herkömmliche Smartphones empfangen.
Rückschlag vom April überwunden
Der erfolgreiche Start korrigiert einen herben Rückschlag aus dem Frühjahr. Im April 2026 ging der Satellit BlueBird 7 bei einem Fehlstart verloren. Mit der aktuellen Mission ist der Zeitplan für den Aufbau der Konstellation wieder intakt.
Bis Ende 2026 plant das Management eine Flotte von 45 Satelliten im All. Die US-Behörde FCC erteilte bereits die Genehmigung für den kommerziellen Betrieb. Diese erlaubt den Einsatz von bis zu 248 Einheiten in den Vereinigten Staaten.
Das Unternehmen nutzt für seinen Dienst ein spezielles Frequenzspektrum. Kooperationen bestehen bereits mit 60 Mobilfunkbetreibern weltweit. Diese Partner repräsentieren zusammen ein Potenzial von drei Milliarden Abonnenten.
Aktie reagiert mit Kurssprung
Anleger quittierten die Nachricht mit deutlichen Käufen. Die Aktie kletterte um 7,17 Prozent auf 76,20 Euro. Auf Jahressicht verzeichnet der Titel damit ein Plus von fast 118 Prozent.
Trotz der Erholung notiert der Kurs weiterhin rund 33 Prozent unter seinem Rekordhoch vom Mai. Der Wert liegt damit wieder nahe an seinem 50-Tage-Durchschnitt von 76,85 Euro.
Die annualisierte Volatilität bleibt mit 131 Prozent extrem hoch. Bis zum Jahresende müssen weitere Satellitenstarts folgen, um die angestrebte globale Abdeckung zu erreichen.
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