AST SpaceMobile bereitet sich auf einen entscheidenden August vor. Während der Kurs zuletzt nachgab, stellen regulatorische Erleichterungen und neue Satellitenstarts die Weichen für die kommenden Monate. Das Ziel bleibt ein globales Mobilfunknetz direkt aus dem All.
Die US-Behörde FCC schafft bürokratische Hürden ab. Mit der neuen Verordnung „Space Modernization“ führt sie eine Art Zulassungs-Fließband für Satelliten ein. Bisher prüfte die Behörde jeden Antrag einzeln in langwierigen Verfahren.
Unternehmen können Anträge nun gebündelt einreichen. Parallel dazu verlängert die FCC die Lizenzen für Bodenstationen auf 20 Jahre. Das beschleunigt den Ausbau der geplanten Konstellation von 248 Satelliten massiv.
Technik-Sprung im August
In der ersten Augusthälfte 2026 steht die nächste Mission an. Drei neue BlueBird-Satelliten sind startklar. Eine Falcon 9 Rakete von SpaceX wird die Fracht von Cape Canaveral in den Orbit bringen.
Die Modelle nutzen die Block-2-Architektur mit optimierten ASIC-Chips. Sie sollen die Datenrate im Vergleich zu früheren Versionen fast verdoppeln. Nach einem erfolgreichen Start wächst die aktive Flotte auf 13 Satelliten an.
Partner AT&T bekräftigt derweil den Zeitplan für den Markteintritt. Laut Management soll das Angebot im Laufe des Jahres 2027 starten. Bestehende Smartphones benötigen dafür keine neue Hardware oder spezielle Chipsätze.
Finanzielles Bollwerk
An der Börse herrscht dennoch Nervosität. Der Kurs fiel am Freitag um fast fünf Prozent auf 49,65 Euro. Damit notiert das Papier rund 33 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt.
Finanziell steht der Konzern auf einem soliden Fundament. Die Barreserven belaufen sich auf über 3,8 Milliarden US-Dollar. Dieses Kapital sichert die Produktion bis zum Satelliten BlueBird 37 und alle künftigen Starts ab.
Mit diesem Polster ist AST SpaceMobile vorerst unabhängig vom Kapitalmarkt. Die kommenden Wochen in Cape Canaveral entscheiden nun darüber, ob der technische Vorsprung in ein stabiles Netz mündet. Der Startschuss für die Mission fällt voraussichtlich in der ersten Augusthälfte.
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